‘Rechtschreibung’

Fragen zur Rechtschreibung und Antworten der Redaktion des Blogs “Wissenschaftliches Schreiben”

Inhalt

Frage: Wie schaut es mit Großbuchstaben in langen Wörtern aus?

Mittwoch, 03. Februar 2010

Antwort: Der Anfangsbuchstabe eines langen Wortes wird groß geschreiben, und dann nur mehr Hauptwörter nach Bindestrichen, also „Tausendfüßler“, „Tausend-Punkte-Frage“ und „Wenn-dann-Bedingung“. In der Werbung oder in Namen sieht man jetzt öfters Großbuchstaben mitten im Wort, z. B. „LebensMittel“, das ist aber nur dem Bereich „künstlerische Freiheit“ zuzuordnen und gilt nicht für wissenschaftliche Texte. Die einzige Ausnahme bei der Großschreibung ist das Binnen-I, das verwendet wird, um beide Geschlechter in einem Wort zu nennen, z. B. „WissenschafterInnen“, „BesucherInnen“, „BenutzerInnen“.

Redaktion “Wissenschaftliches Schreiben”

Frage: Wie ist das eigentlich mit den Bindestrichen in langen Wörtern?

Mittwoch, 03. Februar 2010

Antwort: Anders als im Englischen, was heutzutage oft zu Verwirrungen führt. Im Deutschen sind die Wörter sozusagen „zusammengewachsen“, das heißt, entweder man schreibt sie gleich zusammen, wie z. B. „Schwebstoffkleinteilchenmessung“, oder man strukturiert sie mit Bindestrichen, z. B. „Schwebstoff-Kleinteilchen-Messung“. Aber die Wortteile dürfen nicht, wie im Englischen, unverbunden nebeneinander stehen, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten, auch wenn das Wort sehr lang wird. Es heißt also „Sechs-Stufen-Plan“, „15-Minuten-Intervall“, „West-Ost-Gefälle“, „Kosten-Nutzen-Rechnung“.

Redaktion “Wissenschaftliches Schreiben”