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	<title> &#187; Ratgeber für Studierende</title>
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	<description>Das Blog des Verlags Guthmann-Peterson für den Workshop „Wissenschaftliches Schreiben“ an der Universität für Bodenkultur Wien.</description>
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		<title>Ulrich Bien: Einfach. Alles. Wissen.</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 13:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber für Studierende]]></category>

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		<description><![CDATA[Einfach. Alles. Merken.“ nennt Ulrich Bien seinen Ratgeber und verspricht, dass man sich damit alles, was man will, zuverlässig für lange Zeit merken kann. Er ist Gedächtnistrainer und „Experte für effektives Lernen und Arbeiten“, außerdem Lehrbeauftragter an der Universität Eichstätt für Erwachsenenbildung und Pädagogik. Hundertprozentig überzeugt von seiner Methode beginnt er damit, wieso es auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_678" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/bien-einfach-alles-wissen-cover.gif"><img class="size-full wp-image-678" title="bien-einfach-alles-wissen-cover" src="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/bien-einfach-alles-wissen-cover.gif" alt="Ulrich Bien &quot;Einfach. Alles. Wissen&quot;" width="160" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Ulrich Bien &quot;Einfach. Alles. Wissen&quot;</p></div>
<p>Einfach. Alles. Merken.“ nennt Ulrich Bien seinen Ratgeber und verspricht, dass man sich damit alles, was man will, zuverlässig für lange Zeit merken kann.<br />
Er ist Gedächtnistrainer und „Experte für effektives Lernen und Arbeiten“, außerdem Lehrbeauftragter an der Universität Eichstätt für Erwachsenenbildung und Pädagogik. Hundertprozentig überzeugt von seiner Methode beginnt er damit, wieso es auch in unserer &#8211; oder vor allem in unserer modernen &#8211; Zeit wichtig ist, sich so viel wie möglich zu merken, ohne auf das Internet oder andere Hilfsmittel angewiesen zu sein. Und dabei führt seiner Meinung nach nicht Veranlagung oder Training, sondern einzig und allein die richtige Merktechnik zum Erfolg.<br />
Enthusiastisch und mit vielen kleinen und großen Grafiken beschreibt er die vier wichtigen Gesichtspunkte der Informationsverarbeitung: das Verbildern und Übersetzen, das Verbinden, die Routen-Technik – die dann im Buch genau vorgestellt wird –, und schließlich das Verdichten von Informationen (S. 14).<br />
Seiner Meinung nach zeichnen sich diese Merktechniken vor allem dadurch aus, dass sie für alle möglichen Wissensgebiete anwendbar sind, egal, ob es darum geht, eine neue Sprache zu erlernen, ein neues Instrument oder eine mathematische Zahlenfolge, wie zum Beispiel die Zahl π.<br />
Das Geheimnis hinter den Lerntechniken ist dabei „das Verwandeln von abstrakten Fakten in gehirngerechte Informationen“ (S. 28).<span id="more-677"></span><br />
Sehr günstig ist es laut Ulrich Bien auch, wenn seine Methode, sich Sachen zu merken, den Lernenden Spaß macht, denn das Gehirn lernt mehr, wenn man nicht schon mit der Vorstellung „das ist aber langweilig“ an die Sache herangeht. Darum schlägt er auch vor, die Bilder, die man sich zum Merken ausdenkt und miteinander verknüpft, möglichst lustig und bunt zu gestalten, um schnell darauf zurückgreifen zu können. Je auffälliger die Verbilderung in unserem Kopf ausfällt, desto leichter merken wir sie uns.<br />
Neben diesen Techniken sind vor allem Konzentration und Aufmerksamkeit notwendig, um sich viel zu merken. Ohne sie könnten die meisten Merkhilfen gar nicht zum Zug kommen, da wir zuerst die Information brauchen, bevor wir sie „umwandeln“ können. Ein schönes, praxisnahes Beispiel sind die Namen von Leuten, die man gerade kennenlernt. Viel zu oft entfallen sie einem gleich wieder, weil man nicht aufmerksam genug war. Zuerst genau zuhören und anschließend sofort eine Merktechnik anwenden – dann garantiert der Autor dafür, dass man die Namen nicht so bald vergisst.<br />
Ganz wichtig ist es auch, Systeme zu erkennen, Abfolgen auf Gemeinsamkeiten zu untersuchen und sich eine Übersicht vom Ganzen zu verschaffen, damit man in großen Zügen weiß, worum es geht, bevor man sich mit den Details befasst. Bien rät seinen LeserInnen dringend: „Suchen Sie immer und überall nach Übersichten, Zusammenfassungen, Plänen und anderen Hinweisen“ (S. 62), und illustriert seine Darlegungen mit zahlreichen Beispielen, Bildchen, Tabellen und Grafiken. Wenn man die Energie aufbringt, kann man gleich mit den vielen Übungen beginnen und sehen, wie gut sie funktionieren. Ja, wenn … das muss man auf jeden Fall dazusagen, denn es ist kein Buch, das einen in einer energielosen Phase aufrichten könnte, man wird schon vom Durchblättern ganz müde.<br />
Auf jeden Fall ist das Werk fast überreichlich strukturiert und illustriert, und es kommt zusammen mit einer DVD, auf der man sich ein Seminar des Autors anschauen kann, in dem ebenfalls die Merktechniken erklärt und weitere Beispiele durchgenommen werden. Recht vielfältig und nett sind die Literaturhinweise und Links am Schluss des Textes.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wahrscheinlich durchaus möglich ist, sich mithilfe der vorgestellten Merktechniken verschiedenste Informationen lange zu merken, aber der Zeitaufwand und die notwendige Energie, sich die Bilder, Querverweise und Eselsbrücken auszudenken, ist nicht zu unterschätzen. Für die zügige Vorbereitung auf eine Prüfung oder ein Projekt sind diese Merktechniken wohl nicht das Richtige, nur wenn man sich lange und gründlich mit der Materie beschäftigt, können einem die Tipps und Anleitungen zum „anders denken“ verhelfen &#8211; sofern man denn Gefallen an den Methoden findet.</p>
<p style="text-align: right;">Gloria Hofmeister</p>
<p>Ulrich Bien<br />
Einfach. Alles. Merken.<br />
Geniale Merktechniken für ein  perfektes Gedächtnis.<br />
248 Seiten<br />
€ 16,95 [D] / € 17,50 [A]<br />
978-3-86910-465-2<br />
Hannover, Humboldt, 2010.</p>
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		<title>Margret Wintermantel (Hrsg.): Promovieren heute</title>
		<link>http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/2011/02/23/edition-korber-stiftung-promovieren-heute/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 13:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber für Studierende]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem Buch „Promovieren heute“ geht es um die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Promotionen im deutschsprachigen Raum möglich sind und welchen Veränderungsprozessen die Promotionsordnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell unterliegen. Erschienen ist das Buch anlässlich der Tagung „Wie willkommen ist der Nachwuchs? Neue Modelle wissenschaftlicher Nachwuchsförderung“, die in Zusammenarbeit zwischen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<div id="attachment_672" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/wintermantel-koerber-stiftung.gif"><img class="size-full wp-image-672" title="wintermantel-koerber-stiftung" src="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/wintermantel-koerber-stiftung.gif" alt="edition Körber-Stiftung &quot;Promovieren heute&quot;" width="160" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Edition Körber-Stiftung &quot;Promovieren heute&quot;</p></div>
<p>In dem Buch „Promovieren heute“ geht es um die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Promotionen im deutschsprachigen Raum möglich sind und welchen Veränderungsprozessen die Promotionsordnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell unterliegen. Erschienen ist das Buch anlässlich der Tagung „Wie willkommen ist der Nachwuchs? Neue Modelle wissenschaftlicher Nachwuchsförderung“, die in Zusammenarbeit zwischen der Körber-Stiftung und dem Konstanzer Wissenschaftsforum 2010 ausgerichtet wurde.</p>
<p>Dabei stellt sich als ein wesentliches Problem heraus, dass es keinen einheitlichen wissenschaftlichen Datenbestand darüber gibt, wer im deutschsprachigen Raum an Dissertationen arbeitet und wann überhaupt der Beginn eines Promotionsvorhabens angesetzt werden kann. Einzig und allein ist naturgemäß bekannt, wie viele Promotionen erfolgreich abgeschlossen wurden.<span id="more-671"></span></p>
<p>In Deutschland liegt das Problem im Föderalismus begründet, weil die Zuständigkeit für alle Belange der Hochschulen bei den Ländern liegt und die Hochschulgesetze weder eine einheitliche Regelung über den Doktorandenstatus beinhalten noch einheitliche Regelungen vorhanden sind, wie sich DoktorandInnen einzuschreiben haben. So kommt es oft vor, dass DoktorandInnen als einfache StudentInnen inskribiert sind. (S. 15)</p>
<p>Eine der wichtigsten Forderungen des Buches ist es deshalb, den Beginn der Promotionsphase einheitlich und verbindlich festzulegen. Darüber hinaus wäre es wichtig, die Kriterien für die Auswahl der Dissertationsthemen eindeutiger zu definieren, dies könnte vor allem bei größeren Forschungsprojekten auch einer unzureichenden Betreuung entgegenwirken. Wenn die Forschungen aus Drittmitteln finanziert werden, stellt sich oft das Problem der kontinuierlichen Betreuung durch die Universität.</p>
<p>Ein grundsätzliches Problem ist auch, dass es bis jetzt nur wenig fächerübergreifende und interdisziplinäre Begleitung und Betreuung von größeren Themenbereichen gibt. Oft sind auch die von den Promovierenden zu erbringenden Dienstleistungen im Lehrbetrieb in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sehr hoch, und eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit stellt für die Promovierenden die unzureichende Personalausstattung der Universität dar. (S. 17)</p>
<p>Im ersten Teil des Bandes wird auch konsequent auf eine Verbesserung der Situation der Universitäten und der Promovierenden gedrängt. So geht die Herausgeberin darauf ein, dass Promotionen nicht nur für die AbsolventInnen<strong>,</strong> sondern auch für die Universität im Sinne ihrer Profilbildung und ähnlicher Motive wichtig sind. Die erfolgreiche Promotion ist nicht nur eine Bestätigung dafür, dass die Promovierten eigenständig wissenschaftlich arbeiten können, sondern meistens auch eine gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt abseits des Universitätsbetriebs. (S. 18)</p>
<p>Warum sind diese Fragen für einen einzelnen Studierenden, der sich eine Promotion überlegt, von Bedeutung?</p>
<p>Der Grund liegt schlichtweg darin, dass im Zuge der Lissabon-Vorgabe der Europäischen Union und des inzwischen vielfach kritisierten Bolognaprozesses auch die Doktorandenausbildung in Österreich, der Schweiz und in Deutschland neu organisiert werden soll. Was also im Moment noch von Gültigkeit ist, kann in wenigen Jahren bereits neuen Ordnungen unterliegen; Entwicklungen, die jede/r Promovierende/r, oder jede/r die/der an Promotion denkt, im Auge behalten sollte. Wenn ich also heute mit einem Promotionsvorhaben anfange, dann sollte ich mir nicht nur überlegen, wie ich meine Doktorarbeit finanziere, organisiere und mit welchen BetreuerInnen ich auf meiner Universität zusammenarbeiten kann, sondern ich muss mir auch um die Rahmenbedingungen meiner Promotion, ihrer Erfolgsaussichten und die beruflichen Perspektiven danach Gedanken machen.</p>
<p>In seinem Beitrag „Auf der Suche nach den Wissenschaftlern von morgen“ stellt Matthias Mayer die drei wesentlichen Felder für die Promotion – Problembewusstsein, wissenschaftliche Kompetenz und Vermittlung (S. 30) – dar und kommt zu dem doch einigermaßen ernüchternden Schluss, dass die Promotion sich „in Deutschland in immer stärkerem Maße zu einem Selektionsmerkmal für den Arbeitsmarkt“ entwickelt. (S. 31) Die Tatsache, dass zunehmend Aufgabenfelder im außeruniversitären Bereich von den Promovierten belegt werden, die dann meist nur mehr wenig mit Forschung zu tun haben, sondern sich mit Management und Verwaltung beschäftigen, sorgt dafür, dass der Gesellschaft gut ausgebildete Fachkräfte für die wissenschaftliche Forschung und die universitäre Lehre verloren gehen.</p>
<p>Der Vorsitzende des österreichischen Wissenschaftsrates Jürgen Mittelstraß betont in seinem Artikel „Der Königsweg zur Promotion“(S. 35) noch einmal das hehre Ziel der Promotion, nämlich, dass das akademische Individuum seine Entfaltung findet und sich die Universität „nach innen wie nach außen als Kern eines Wissenschaftssystems“ darstellt. Seinen Ausgangspunkt stellt natürlich die individuelle Promotion dar, und er beschreibt, wie sich diese Promotion durch die verschiedenen Entwicklungen nach dem Vorbild angelsächsischer PhD-Programme verändert. Er befürchtet, dass die Promotion unter ein “schulisches Paradigma“ (S. 39) gerät, ähnlich wie der Bolognaprozess eine verschulende Wirkung auf den Universitätsalltag bewirkt hat.</p>
<p>Strukturierte Promotionen in Deutschland</p>
<p>In mehreren Beiträgen widmen sich schließlich deutsche Autoren der Veränderung des Promotionsprozesses in der Bundesrepublik durch die Einführung strukturierter Promotionen, für die sie aber bislang wenige Erfolge konstatieren können. Eine statistische Erhebung des DFG- Graduiertenkollegs im Vergleich mit anderen Promotionswegen bietet Material über die Doktorandenausbildung seit den 1990er-Jahren, über die Mobilität der Promovierenden, über ihre Betreuung, über ihre universitäre Einbindung, über ihre Aus- und Weiterbildung und die Dauer der Promotionsphase. Übereinstimmend kann gesagt werden, dass in Deutschland die meisten der Promovierenden nach ihrer Promotion im Berufsleben Fuß fassen konnten. Dies ist ein Befund, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auch vom jeweiligen Fach geprägt wird und davon, ob der Promovierende bereits während seines Studiums Kontakt zur Arbeitswelt gehabt hat oder nicht.</p>
<p>Weitere Beiträge gehen auf verschiedene Bestrebungen zur Einführung von Mindeststandards für Promotionen ein, und es werden die Auswirkungen der Bolognakonferenz 2003 auf die Promotionsordnungen sowie die Reformbestrebungen der Universitäten diskutiert.</p>
<p>Lebens- und Karrieresituation</p>
<p>Im dritten Teil werden in einzelnen Fallbeispielen die verschiedenen Promotionsmöglichkeiten im deutschsprachigen Raum vorgestellt, wobei der Ausgangspunkt dafür die „Ergebnisse der Eurodoc-Studie zur Lebens- und Karrieresituation europäischer Doktoranden“ (S. 101) ist.</p>
<p>Entscheidend für eine erfolgreiche Promotion dürften folgende Kriterien sein: die Abschaffung von Barrieren für Mobilität im europäischen Raum und die Bereitschaft der Studierenden, nicht nur im europäischen Ausland zu studieren, sondern auch die Promotion in Angriff zu nehmen. Darüber hinaus sollte man sich Klarheit darüber verschaffen, ob man die Promotion in Angriff nimmt, weil das Karriereziel in der akademischen Forschung liegt oder ob man auf eine Position in der außeruniversitären Forschung hinarbeiten will. (S. 105)</p>
<p>Der dritte Punkt besteht darin, unter welchen Vertragsbedingungen es an den Universität möglich ist, die eigene Forschungstätigkeit auszuüben. Es ist ein Unterschied, ob jemand ein Stipendium, eine Beschäftigung oder eine Anstellung hat oder ob man sich sogar über einen Drittmittelvertrag finanzieren muss. Nicht zuletzt fällt natürlich auch der entsprechende familiäre und damit auch finanzielle Hintergrund ins Gewicht.</p>
<p>In ihrem Beitrag „Karrierewege in der wissenschaftlichen Nachwuchsforschung“ (S. 124) beschreiben Jutta Allmendinger und Julia Schorlemmer, dass das Geschlecht nicht nur in der akademischen Ausbildung, sondern auch bei der Promotion eine wichtige Rolle spielt und, dass Frauen ein standardisiertes Zulassungsverfahren, sowie ein direkter Wettbewerb hilfreich ist (S. 129). Es dürfte auch zutreffen, „dass Frauen mit der persönlichen Abhängigkeit von einem meist männlichen Betreuer weniger gut zurechtkommen als Männer“. (S. 129) Dass Wissenschaftlerinnen mehr leisten müssen als Männer und oft auch keine eigene Familie gründen können, zeigt, dass sich die traditionellen Modelle der wissenschaftlichen Karriereplanung aus dem letzten Jahrhundert ins neue Jahrtausend hinübergerettet haben.</p>
<p>Danach schildern Promovierte in mehreren kürzeren Beiträgen, welche Erfahrungen sie zum Beispiel mit dem DFG-Projekt, mit Promotionen in der Schweiz und in England gemacht haben. Erfahrungsberichte aus anderen europäischen Ländern, wie Italien oder Spanien, fehlen allerdings.</p>
<p>Im letzten Kapitel – „Promovieren in Kooperationen“ – wird die – vor allen Dingen in Deutschland zu beobachtende – Entwicklung diskutiert, dass Fachhochschulen, technische Hochschulen und Universitäten bei Promotionen zusammenarbeiten, und es wird kurz auf die Problematik von künstlerischen Promotionen eingegangen. Entscheidend für jeglichen Fortschritt einer Promotion scheinen auf jeden Fall gute universitäre, wissenschaftliche und finanzielle Voraussetzungen zu sein, wie Alexander Hellgardt in seinem Bericht über seine Promotion an einem Max-Planck-Institut schreibt (S. 172).</p>
<p>Fazit</p>
<p>Das Buch „Promovieren heute“ schildert anschaulich den heutigen Stand der Promotionsmöglichkeiten und -voraussetzungen und die verschiedenen Perspektiven und möglichen Entwicklungen, und es ist für die einzelnen Studierenden auf jeden Fall sinnvoll, sich möglichst umfassend zu informieren, wenn sie ein Promotionsvorhaben beginnen möchten.</p>
<p>Das Buch ist mit EUR 14,&#8211; auch nicht sehr teuer und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sicher findet man „Promovieren heute“ auch in gut sortierten Bibliotheken und kann die wichtigsten Beiträge lesen.</p>
<p>Wolf Peterson gem. mit Gloria Hofmeister</p>
<p>Margret Wintermantel (Hg.)<br />
Promovieren heute.<br />
Zur Entwicklung der deutschen Doktorandenausbildung im europäischen Hochschulraum.<br />
€ 14<br />
188 Seiten<br />
ISBN 978-3-89684-125-4<br />
Edition Körber-Stiftung, Hambrug, 2010</p>
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		<title>Barbara Eder: Existenzgründung für Frauen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 14:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber für Studierende]]></category>

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		<description><![CDATA[Aller Anfang ist schwer, und der Ratgebermarkt boomt mit einer ungeheuren Zahl von Büchern zum Thema Selbstständigkeit. Wir sehen jetzt einmal davon ab, dass es politische Interessen gibt, die Arbeitslosenstatistik zu schönen, indem man jungen Menschen die Selbstständigkeit schmackhaft zu machen versucht. Es kann wirklich sein, dass sich Ihnen die einmalige Chance bietet, Ihr Wissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_659" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/existenzgruendung-fuer-frauen.gif"><img class="size-full wp-image-659" title="existenzgruendung-fuer-frauen" src="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/existenzgruendung-fuer-frauen.gif" alt="Buchcover Barbara Eder &quot;Existenzgründung für Frauen&quot; " width="160" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Barbara Eder &quot;Existenzgründung für Frauen&quot; </p></div>
<p>Aller Anfang ist schwer, und der Ratgebermarkt boomt mit einer ungeheuren Zahl von Büchern zum Thema Selbstständigkeit. Wir sehen jetzt einmal davon ab, dass es politische Interessen gibt, die Arbeitslosenstatistik zu schönen, indem man jungen Menschen die Selbstständigkeit schmackhaft zu machen versucht. Es kann wirklich sein, dass sich Ihnen die einmalige Chance bietet, Ihr Wissen und Ihre Qualifikation in einer selbstständigen Tätigkeit zum Lebensunterhalt zu machen. Als Frau werden Sie sicher festgestellt haben, dass es Männer in der Schule, an der Universität und im Berufsleben leichter haben, und das gilt auch für die Privatwirtschaft. Deshalb ist es gut, dass es im Humboldt-Verlag einen speziellen Band mit dem Titel „Existenzgründung für Frauen“ gibt.</p>
<p>Das Buch von Barbara Eder richtet sich an Frauen jedes Lebensalters, was auch an den konkreten Fallbeispielen im letzten Abschnitt des Buches deutlich wird, und zeigt minutiös die umfangreichen Fragestellungen im Zusammenhang mit einer selbstständigen Tätigkeit auf. Zahlreiche Checklisten fordern dazu auf, die eigene Situation genau zu prüfen und realistische Antworten zu finden.<br />
Manchmal kann die Autorin allerdings ihre Herkunft aus der Psychologie nicht ganz verleugnen, zum Beispiel, wenn sie in der Einleitung von der „Selbstständigkeit als Lebensphilosophie“ spricht. Auch die Frage, ob Sie zur Unternehmerin geboren sind, werden Sie wahrscheinlich anders als mit einem von der Autorin zitierten Satz des heiligen Augustinus beantworten. Entscheidend ist aber, dass immer wieder davon die Rede ist, Firmen aus den Universitäten herauszugründen und die Überlegung, sich als Absolventin einer Hochschule alleine oder im Team selbständig zu machen, kann durchaus für Sie von Interesse sein.</p>
<p>Das Buch beginnt mit einer interessanten Zusammenstellung von Daten und Fakten, warum Frauen gründen und wie sie es tun. Sie werden feststellen, dass Sie als Gründerin durchaus große Ähnlichkeiten mit anderen Gründerinnen haben. So arbeiten viele Frauen bei der Gründung alleine, ohne festen Partner oder Angestellte. Der Wunsch, eigenständig zu sein und selbst die Entscheidungen zu treffen, kommt bei sehr vielen Gründerinnen noch vor dem Geld.</p>
<p>Dann kommt die Autorin auf die Wichtigkeit der rechtzeitigen Zeitplanung zu sprechen. Sie müssen schon relativ lang vorher beginnen, sich Gedanken über die Gründung und ihren Ablauf zu machen, und dabei nicht nur Ihre Geschäftsidee ausarbeiten, sondern auch Ihren Businessplan erstellen und nötigenfalls auch Gespräche mit Banken führen oder eine fundierte Rechtsberatung einholen. Gleichzeitig müssen Sie sich überlegen, ob Sie tatsächlich über die entsprechende fachliche Qualifikation verfügen. Einige Jahre Berufserfahrung sind immer von Vorteil, und die dabei erworbene Lebenserfahrung wird Ihnen auch bei kommenden Stresssituationen helfen. Sie brauchen unternehmerische Eigenschaften, eine hohe körperliche und psychische Belastbarkeit und auch ausreichend familiäre Unterstützung. Eine Stärke des Buches ist es, auf Punkte hinzuweisen, die in der Euphorie der ersten Stunde möglicherweise vergessen werden, z. B. sich rechtzeitig um die Betreuung der eigenen Kinder zu kümmern und den Kontakt zu KindergärtnerInnen und LehrerInnen zu halten. Zum unternehmerischen Handeln gehört natürlich auch die entsprechende Selbstorganisation und ein Zeitmanagement, das auch Ruhepausen beinhaltet, sowie Selbstständigkeit und konsequentes Verhalten und wie Sie damit umgehen, wenn Sie nicht wissen, ob Sie von null bis 24 Uhr oder von 24 bis null Uhr arbeiten sollen.</p>
<p>Ganz wichtig bei der Gründung ist natürlich die Geschäftsidee. Sie sollte neu sein und auch überraschend, sie wird wahrscheinlich eher im Bereich der Dienstleistung als in der industriellen Produktion liegen, und die Zielgruppe sollte natürlich auch entsprechend groß sein. Überlegen Sie sich deshalb auch, wo Ihre eigenen Stärken liegen, ob Sie gut mit Menschen umgehen können, ob Sie gut am Computer sind oder eher nicht. Auch für diese Fragen gibt es wieder Checklisten.<br />
Der Autorin weist besonders nachdrücklich darauf hin, dass es bei einer Geschäftsidee eher um das Angebot einer Problemlösung gehen sollte und dass Sie von Anfang an nicht als Billiganbieterin auftreten. Wenn Sie nämlich die Billigste am Markt sind, dann werden Sie auf Dauer höchstwahrscheinlich nicht davon leben können.</p>
<p>Ein bisschen problematisch scheint uns der Zugang der Autorin zum Thema Trendforschung und zur Entwicklung von Ideen, wenn sie z. B. die Überlegung anstellt, ob Sie als Webdesignerin arbeiten könnten und gleichzeitig Webspace vermieten. Warum? Webdesign und die Programmierung von Webseiten ist eines, die Installation und Bereitstellung eines umfangreichen IT-Apparats mit dem entsprechenden Personal – und das 24 Stunden täglich – ist entschieden etwas anderes.<br />
Viele Anregungen aus der Trendforschung lassen sich wohl auch nur schwer umsetzen, weil dafür eine spezielle Ausbildung notwendig ist. „Trauma-Beratung“ zum Beispiel ist eine anspruchsvolle Aufgabe mit einer langen Vorbereitungszeit. Wenn die Autorin schreibt, dass man auch auf Fachmessen oder in Büchern von Trendforschern nützliche Informationen findet, darf man außerdem nicht vergessen, dass etwas bekanntlich schon „alt“ ist, wenn es in der Zeitung steht. Wie dem auch sei, entscheidend ist jedenfalls eine wirklich zündende und leicht zu kommunizierende Geschäftsidee.</p>
<p>Weiters sollten Sie sich genau überlegen, was Sie für Ihre Dienstleistung oder für Ihr Produkt verlangen können. Dabei hilft das Buch mit einem einfachen Rechenbeispiel, und Sie finden Kostenkalkulationen auch im Internet.</p>
<p>Ganz wichtig ist es von Anfang an, in Netzwerken zu arbeiten und als Existenzgründerin, trotz Stress, an Kursen oder Schulungen zum Thema teilzunehmen. Dort finden Sie KollegInnen und können Ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Eventuell könnten Sie für eine gewisse Zeit weiter in Ihrem alten Beruf arbeiten oder, falls Sie schon selbstständig sind, Kurse an Volkshochschulen oder ähnlichen Einrichtungen geben, um sich ein gewisses Grundeinkommen zu sichern. Immerhin gibt es auch Ärzte die neben ihrer Praxis an Pflegeschulen unterrichten.</p>
<p>Im Mittelteil des Buches werden dann die verschiedenen Kriterien für die erfolgreiche Gründung und den langfristigen Aufbau des eigenen Unternehmens aufgelistet, vom Marketing über die Wahl des Standorts, die Ermittlung des Finanzbedarfs und den Businessplan bis zum Umgang mit Banken und die Geldbeschaffung. Auch dafür gibt es wieder zahlreiche Checklisten und Tipps. Besonderes Augenmerk legt die Autorin hier auf Frauennetzwerke und auf die Wahl der passenden Rechtsform. Diese Fragen sind auch für österreichische Gründerinnen von Interesse, wenngleich das Schwergewicht auf den deutschen Gegebenheiten liegt. Naturgemäß werden Sie sich auch mit Steuern und Buchführung beschäftigen müssen. Wenn Ihnen das nicht liegt, müssen Sie sich entweder jemanden suchen, der das Ganze kostengünstig für Sie erledigt, oder sich ernsthaft überlegen, ob Sie sich wirklich selbstständig machen wollen.</p>
<p>Ganz vorzüglich ist die Anregung der Autorin, zwei Meilensteine nach der Gründung des Unternehmens zu setzen, nach den ersten hundert Tagen und nach dem ersten Jahr. Die ersten hundert Tage sieht die Autorin als gute Möglichkeit, etwaige Fehler zu beheben, über Ihre bisherigen Erfolge und Misserfolge zu reflektieren und aus Missständen sowohl im eigenen Unternehmen als auch in anderen Betrieben zu lernen. Ist es gelungen, sich an das Arbeiten im neuen Klima der Selbstständigkeit zu gewöhnen, Alltagsprobleme nicht mit dem Beruflichen zu vermischen und sich selbst immer wieder neu zu motivieren, aber auch die Zeitpunkte für Pausen zu erkennen?</p>
<p>Der zweite Meilenstein, den die Autorin beim ersten erfolgreich überstandenen Jahr ansetzt, unterscheidet sich nur wenig vom ersten: Es gilt, Fehler zu beheben, in jeder Hinsicht vorausschauend zu planen und – ganz wichtig – das Durchhaltevermögen zu stärken. Falls sich das Marktgeschehen verändert hat, was man auf längere Zeit genau im Auge behalten muss, oder sollte das Geschäft nicht so gehen, wie Sie es sich erhofft haben, rät die Autorin dazu, sich beraten zu lassen, und nennt auch Anlaufstellen dafür.</p>
<p>Zum Abschluss ergänzend ein paar Fragen aus der persönlichen Erfahrung des Rezensenten:</p>
<p>Was ist Ihre Geschäftsidee? Versuchen Sie, Ihre Idee Ihrer Mutter zu erklären. Versteht sie sie sofort oder erst nach einer halben Stunde? Wenn Letzteres zutrifft, dann überarbeiten Sie bitte noch einmal Ihre Idee und lasten es nicht Ihrer Mutter an.</p>
<p>Wie können Sie Ihre bisher erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten auf einem anderen Gebiet nutzen, können Ihnen Ihre Hobbys bei der Umsetzung einer neuen Idee helfen?</p>
<p>Haben Sie schon Berufserfahrungen und Praktika gemacht und können Sie irgendwie daran anknüpfen?</p>
<p>Können Sie vielleicht bei einem Projekt mit anderen zusammenarbeiten und dabei einmal testen, ob selbstständige Arbeit überhaupt etwas für Sie ist?</p>
<p>Sind Sie überhaupt eine „selbstständige“ Persönlichkeit? Es gibt Menschen, die mit ihrer geregelten Arbeit recht zufrieden sind und um 17 Uhr unbelastet nach Hause gehen. Und es gibt andere, die es mit vorgegebenen Aufgaben und Strukturen nicht aushalten und unbedingt etwas Eigenes schaffen müssen. Überlegen Sie sich bitte, was für Sie zutrifft.</p>
<p>Haben Sie die Möglichkeit, halbtags zu arbeiten und quasi nebenher Ihren eigenen Betrieb zu gründen?</p>
<p>Welche Zusatzausbildungen könnten Ihnen helfen?</p>
<p>Gibt es Seminare, die für Sie relevant sind? Es schadet eigentlich nie, Buchführung zu lernen und Businesspläne erstellen zu können.</p>
<p>Haben Sie ein festes Ziel? Worauf arbeiten Sie hin? Am besten setzen Sie sich ganz konkrete Ziele und stellen sich vor, wo Sie in zwei, fünf oder zehn Jahren sein möchten und wie Sie dorthin kommen.</p>
<p>Sind Sie auf Unvorhergesehenes vorbereitet?<br />
Das Unvorhergesehene hat es an sich, dass man nicht weiß, womit man rechnen muss. Aber planen Sie auf jeden Fall ein, dass nicht alles nach Plan gehen wird. Sie können das Unvorhergesehene leichter bewältigen, wenn Sie sich darauf eingestellt haben, dass alles Mögliche passieren kann, und darum flexibler sind.</p>
<p>Denken Sie auch an Ihre Familie und Ihren Partner! Steht er oder sie hinter Ihnen, gibt es vielleicht einen kleinen finanziellen Polster oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung?  Ein Hinweis bezüglich männlicher Partner: Selbst wenn es sich um ein Prachtstück handelt, das sich seine Socken selbst wäscht und sogar ab und zu Ihre Bluse bügelt, sollten Sie ihn einbinden und gießen, damit er sich nicht zurückgesetzt fühlt und welkt.</p>
<p>Bekommen Sie noch mit, was jenseits Ihres Arbeitsplatzes passiert?<br />
Lernen Sie auf jeden Fall, sinnvoll mit dem Computer und mit den modernen Kommunikationsmitteln umzugehen, „lernen Sie Geschichte“, bilden Sie sich weiter, gehen Sie auch einmal in ein Konzert oder ins Kino, ruhig auch auf den Berg oder in die Dorfdisco. Pflegen Sie weiter Ihre Beziehungen und vergessen Sie nicht die Welt rund um Sie herum.</p>
<p>Haben Sie eine realistische Einstellung gegenüber den Problemen, die Ihnen begegnen können?<br />
In vielen Männerdomänen, wie es auch die Naturwissenschaften leider noch immer sind, kann es durchaus vorkommen, dass ein Kunde – trotz Ihres abgeschlossenen Doktoratsstudiums und der entsprechenden Visitenkarte – nach dem Chef fragt. Werden Sie nicht gleich böse, wenn Sie fachlich qualifiziert, freundlich im Umgang mit Menschen und selbstbewusst im Auftreten sind,  verfügen Sie über vorzügliche Argumente.</p>
<p>Wie viel Vertrauen ist gut in der Arbeitswelt?<br />
Glauben Sie bitte nicht alles, was man Ihnen erzählt! Es ist durchaus möglich, dass diejenigen, die Ihnen einen guten Rat geben, Ihnen auch noch etwas verkaufen oder Sie in eine Richtung beeinflussen wollen. Seien Sie nicht zu vertrauensselig, wenn Sie mit PartnerInnen arbeiten. Halten Sie alles Wichtige schriftlich fest, geschäftliche Absprachen, Auftragsverteilung, Honorare, Arbeitszeiten usw. Man muss aber auch nicht krankhaft misstrauisch werden und überall nur Böses wittern, am besten, man bemüht sich um offene Verhältnisse.<br />
Klare und für alle verbindliche Regeln erhalten die Freundschaft, auch in schwierigen Zeiten, und turbulent wird es auf alle Fälle.</p>
<p>Wenn Sie sich auf Ihren Neustart gut vorbereiten wollen, sind Sie mit dem Buch „Existenzgründung für Frauen“ von Barbara Eder sicher gut beraten. Leider haben wir im Internet die auf dem Buchumschlag angebotenen Zusatzinformationen nicht mehr gefunden. Zusätzliche Informationen zum Thema finden Sie aber auf jeden Fall im Internet oder bei den Handelskammern und Berufsverbänden.</p>
<p>Und ganz zum Schluss ein ganz privater Tipp: Gründen Sie lieber keinen tansanischen  Geschenkshop, weil Sie einmal während des Studiums bei einer Exkursion in Tansania waren, oder einen Batikladen auch wenn Sie Farben aus nachwachsenden Rohstoffen verwenden wollen und Ihre beste Freundin diese Idee ganz toll findet.</p>
<p>Wolf Peterson (unter Mitarbeit von Gloria Hofmeister)</p>
<p>Barbara Eder<br />
Existenzgründung für Frauen<br />
Die Entscheidungshilfe für einen erfolgreichen Start<br />
3. Auflage 2010<br />
272 Seiten<br />
EUR 9,95<br />
ISBN 978-3-86910-762-2<br />
Humboldt</p>
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		<title>Steffen Stock, Patricia Schneider, Elisabeth Peper und Eva Molitor: Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 08:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>quirchtmayr_redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber für Studierende]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei „Erfolgreich promovieren“ von Steffen Stock, Patricia Schneider, Elisabeth Peper und Eva Molitor handelt es sich um einen Ratgeber, der umfassend helfen soll, die Arbeit an der Dissertation effektiver zu gestalten. Das Buch richtet sich dabei bewusst an Promovierende aller Disziplinen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Frage „Promovieren – ja oder nein?“. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_480" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/stock-erfolgreich-promovieren_springer.gif"><img class="size-full wp-image-480" title="stock-erfolgreich-promovieren_springer" src="http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/wp-content/uploads/stock-erfolgreich-promovieren_springer.gif" alt="Buchcover Steffen Stock u. a.: Erfolgreich promovieren, Springer Verlag" width="120" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Buchcover Steffen Stock u. a.: Erfolgreich promovieren, Springer Verlag</p></div>
<p>Bei „Erfolgreich promovieren“ von Steffen Stock, Patricia Schneider, Elisabeth Peper und Eva Molitor handelt es sich um einen Ratgeber, der umfassend helfen soll, die Arbeit an der Dissertation effektiver zu gestalten. Das Buch richtet sich dabei bewusst an Promovierende aller Disziplinen.</p>
<p>Der erste Teil beschäftigt sich mit der Frage „Promovieren – ja oder nein?“. Hier werden die Vorteile und erfreulichen Auswirkungen einer Promotion dargestellt, aber auch die Nachteile nicht verschwiegen. Weiters geben die AutorInnen einen kurzen Überblick über die unterschiedlichen Doktortitel und führen Checklisten an, mit deren Hilfe die LeserInnen ihre Promotionsbereitschaft überprüfen können und sehen, welche persönlichen Gründe für ein Promotionsvorhaben eine Rolle spielen.</p>
<p><strong>Rahmenbedingungen der Promotionsphase</strong></p>
<p>Im zweiten Teil geht es um die konkreten Rahmenbedingungen der Promotionsphase. Neben den hochschulpolitischen Rahmenbedingungen und dem persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld werden in diesem Teil auch die Themen- und die BetreuerInnensuche besprochen. Außerdem werden die finanziellen Rahmenbedingungen sowie die unterschiedlichen Finanzierungsformen, Steuerfragen und die Wahl der Krankenversicherung behandelt. Interessant ist hier vor allem die genaue Erklärung, was eine kumulative Dissertation, d. h. eine Sammeldissertation, ist und wie ihre Vor- und Nachteile einzuschätzen sind.<br />
Die Tipps zur Themen- und BetreuerInnensuche sind eher oberflächlich ausgefallen und bieten eingelesenen Studierenden nichts wirklich Neues. Die anschließenden Erfahrungsberichte von BetreuerInnen geben allerdings interessante Einblicke in die Gründe, warum manche BetreuerInnen bestimmte Vorgaben für eine Dissertation verlangen und andere nicht.<br />
Hilfreich ist auch der Tipp, dass mit den BetreuerInnen Promotionsvereinbarungen getroffen werden sollten. Vor allem die Punkte, was bei einer Promotionsvereinbarung berücksichtigt werden sollte, sind sehr brauchbar. Das Kapitel über die Finanzierungsformen ist ebenfalls recht empfehlenswert, denn wie es so schön heißt: „Ohne Moos nix los!“</p>
<p>Der dritte Teil beschäftigt sich dann mit der Planung und Organisation der Dissertation. Unter anderem stellen die AutorInnen Hilfsmittel wie Projekt- und Zeitmanagement vor. Beim Projektmanagement werden die drei wichtigsten Ziele, Aufwand, Dauer und Qualität, zwar erklärt, auch warum gerade sie so wichtig sind, es fehlen aber leider Vorschläge bzw. Ratschläge, wie diese Ziele am besten erreicht werden können.<br />
Recht nützlich hingegen ist die Checkliste „Zeitfresseranalyse“. Hier werden die eigenen Zeitaufwendungen für bestimmte Bereiche analysiert und anschließend ein Zeitplan aufgestellt.<br />
Im Kapitel „Textverarbeitungsprogramme“ werden verschiedene Textprogramme wie Word und StarOffice vorgestellt, mit denen sich eine Dissertation am besten schreiben lässt. Leider wird kaum auf die Vor- und Nachteile der jeweiligen Programme eingegangen. Unserer Ansicht nach wird auch zu wenig darauf hingewiesen, dass zum Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit nicht nur Textverarbeitungsprogramme notwendig sind, sondern auch einige Zusatzprogramme, wie Excel aus dem Microsoft Office-Paket oder die entsprechenden Pendants aus der OpenOffice-Familie.</p>
<p><strong>Schreibprozesse, Krisenbewältigung, Abschluss der Promotion</strong></p>
<p>Im vierten Teil „Schreibprozesse“ geben die AutorInnen unter anderem Tipps zu den unterschiedlichen Schreibtechniken, erklären einige Zitierregeln und versuchen, bei Schreibhemmungen und -blockaden zu helfen. Leider geben sie aber im Kapitel über die wichtigsten Zitierregeln wirklich nur einen sehr groben Überblick. Die meisten Erklärungen sind etwas umständlich und werden leider auch nicht durch Beispiele vereinfacht. Nützlich sind jedoch wieder die Checklisten im Kapitel „Textüberarbeitung“. Sie helfen, den Überblick bei der Textkorrektur, beim Textaufbau und beim Layout zu bewahren.</p>
<p>Im fünften Teil „Krisenbewältigung“ werden die verschiedenen Ausprägungen möglicher Krisen – von Motivationsschwierigkeiten über Stress, Ängste und Mobbing bis hin zu gesundheitlichen Problemen – beschrieben sowie Strategien und Taktiken zu ihrer Bewältigung vorgestellt. So begrüßenswert es ist, dass hier die verschiedensten Bereiche angesprochen werden, wirkt manches doch fast betulich und selbstverständlich und ließe sich leicht zusammenfassen: Wenn Sie unter Angstattacken leiden, nehmen Sie psychologische Hilfe in Anspruch, wenn Sie von Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin gemobbt werden, suchen Sie sich lieber einen neuen Betreuer bzw. eine neue Betreuerin, und wenn Sie beim Lesen viel benutzter Bücher vom sogenannten bacillus excipiendi attackiert werden und empfindlich darauf reagieren, lassen Sie sich impfen!</p>
<p>„Abschluss der Promotion“ heißt der sechste Teil, darin geben die AutorInnen Hinweise für den Endspurt vor der Abgabe und die letzten Hindernisse bzw. wie sie vermieden oder bewältigt werden können. Hier gefallen uns vor allem die Tipps zur Vorbereitung einer mündlichen Prüfung. Anschließend kommen Informationen zur Veröffentlichung einer Dissertation, hier finden sich Erläuterungen zur Druckfreigabe, zu verschiedenen Möglichkeiten der Veröffentlichung, zu Druck und Layout sowie zu Förderungsmöglichkeiten. Recht gut ist dabei das Kapitel über elektronische Veröffentlichung, aber auch das Kapitel „Ausblick“ ist sehr empfehlenswert. Darin geht es um die anschließende Qualifizierungsphase, z. B. für eine Professur.</p>
<p>Der siebte Teil ist für all jene gedacht, die unter besonders schwierigen Voraussetzungen promovieren wollen. Wie geht man/frau am besten vor, wenn man/frau im Ausland oder mit einem ausländischen Abschluss promovieren möchte, schon etwas älter ist oder an einer Behinderung leidet? Dazu sind vor allem die Erfahrungsberichte jeweils am Ende eines Kapitels interessant und sicher auch motivierend.</p>
<p>Weitere Erfahrungsberichte kommen noch im achten Teil des Buchs. Es sind wohl gerade diese Berichte, die von fast 90 AkademikerInnen aus fast allen wissenschaftlichen Disziplinen stammen, die „Erfolgreich promovieren“ zu einem lesenswerten Ratgeber machen. Die Berichte schildern ihre ganz unterschiedlichen persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen beim Schreiben ihrer Dissertation. Sie berichten von ihren Schreibblockaden, von unvorhergesehenen Hindernissen, Motivationsschwierigkeiten und Bewältigungsstrategien. Besonders schön haben wir den Tipp zweier Geowissenschafterinnen gefunden, die sich beim Schreiben ihrer Arbeit auch mit anderen Fachleuten ausgetauscht, Vorträge von GastrednerInnen besucht und deren großes Wissen gleich mit in ihre Arbeit einfließen lassen haben.</p>
<p><strong>Im Großen und Ganzen</strong></p>
<p>Das Buch ist insgesamt gut strukturiert und eingängig geschrieben. Es motiviert und geht hilfreich auf die Höhen und Tiefen in der Promotionsphase ein. Gut gefallen haben uns auch die weiterführenden Literaturtipps, die jedes Kapitel gut gekennzeichnet ergänzen, und die Bastelanleitung für einen Doktorhut im Anhang.<br />
Allerdings muss angemerkt werden, dass manche Kapitel, wie z. B. „Krisenbewältigung“ und „Finanzierungsformen“, sicher gut gemeint und auch hilfreich sind, aber doch recht ausführlich ausfallen. Auch ein etwas übersichtlicheres Layout hätte nicht geschadet, das auf die weniger aussagekräftigen Abbildungen verzichtet und lieber mehr Überblick bietet.</p>
<p>Redaktion &#8220;Wissenschaftliches Schreiben&#8221;</p>
<p>Steffen Stock, Patricia Schneider, Elisabeth Peper, Eva Molitor<br />
Erfolgreich promovieren<br />
Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende (Taschenbuch)<br />
€ 24,95<br />
374 Seiten, Broschur<br />
ISBN 978-3540887669<br />
Springer, Berlin, 2009</p>
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