Einleitende Worte von Winfried E. H. Blum

em. Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Winfried E. H. Blum,
Verantwortlicher für den Dissertationsdruck der Universität für Bodenkultur Wien
Zum Workshop Wissenschaftliches Schreiben

Die Fähigkeit, sich mündlich wie schriftlich klar und deutlich auszudrücken, ist nicht nur im Studium gefragt, sondern auch im späteren Arbeitsleben. In allen Arbeitsbereichen wird es immer wieder notwendig sein, Veröffentlichungen, Gutachten, Berichte sowie andere Texte zu verfassen. Der Vorteil, gängige technische Schreibverfahren zu beherrschen, wie z.B. die elektronische Form der Veröffentlichung und hierbei insbesondere Absatzformate, Tabellenfunktionen, Rechtschreibprüfung und anderes, erlaubt, die Gedanken aufs Inhaltliche konzentrieren zu können und keine Zeit und Energie für die Formalismen der Schreibarbeit zu verschwenden.
Insbesondere bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen geht es darum, das Ziel der Untersuchungen, die jeweils gewählte Methodik sowie die Ergebnisse und deren Interpretation nachvollziehbar in systematischer, schlüssiger und nachprüfbarer Form auszudrücken. Daher ist neben der mündlichen vor allem die schriftliche Darstellung besonders wichtig, weil deren Ergebnis lange Zeit erhalten bleibt. Daher sollte man beim wissenschaftlichen Schreiben nicht nur Inhalt und Aufbau der Arbeit beherrschen, sondern auch das richtige Zitieren, die Formatierung von Tabellen sowie insgesamt die technische Gestaltung von Text und Grafik, einschließlich Rechtschreibung und sprachlichem Ausdruck.
Letztendlich geht es darum, genau diese Techniken während des Studiums zu erlernen, damit man nicht nur mit Wissen, sondern auch mit der technischen Befähigung, dieses Wissen darzustellen, in das Berufsleben eintreten kann.