“Textverarbeitung mit OpenOffice.org 3″ von Jacqueline Rahemipour ist ein Arbeitsbuch mit vielen wertvollen Tipps und Tricks, wie man/frau sich im Textverarbeitungsprogramm von OpenOffice.org 3 zurechtfindet.
Dabei handelt es sich nicht um eine Anleitung, die genau auf das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit in OpenOffice abzielt, sondern um eine Bedienungsanleitung, wie das Textprogramm von OpenOffice verwendet wird und was es alles bietet.
Die einzelnen Kapitel
Interessant für alle, die eine wissenschaftliche Arbeit schreiben, sind daher vor allem Kapitel 6 „Texte erstellen und formatieren“, Kapitel 13 „Formatvorlagen“, Kapitel 14 „Umfangreiche Dokumente“, Kapitel 15 „Verzeichnisse“, Kapitel 18 „Tabellen“ und Kapitel 19 „Grafiken“.
Kapitel 6 „Texte erstellen und formatieren“ führt zunächst nur durch die klassischen direkten Formatierungen von OpenOffice.org. Dabei wird präzise und ausführlich erklärt, welche Schritte unternommen werden müssen, um beispielsweise Absätze zu formatieren, Einzüge und Abstände einzufügen, Tabulatoren richtig zu setzen, Silbentrennung und automatische Nummerierung einzustellen oder Seiten korrekt einzurichten. Die einzelnen Etappen sind anschaulich mit Grafiken unterlegt, die das Vorgehen besser verständlich machen.
Das Kapitel 13 „Formatvorlagen“ beschäftigt sich mit der indirekten Formatierung. Hilfreich sind hier vor allem die Kapitel „Formatvorlagen ändern“ und „Neue Formatvorlagen erzeugen“. Im Kapitel „Unterschiedliche Seitenvorlagen verwenden“ ist besonders der Punkt „Über den manuellen Umbruch“ interessant.
Der 14. Teil „Umfangreiche Dokumente“ beschäftigt sich unter anderem mit der Sicherung der Daten und warum es wichtig ist, seine Arbeit regelmäßig zu sichern.
Als besonders hilfreich erweist sich hier der Punkt „Kapitelnummerierung“. Hier erfährt man/frau alles über das Definieren, Formatieren und Zwischenspeichern einer Kapitelnummerierung.
Nachdem die Bedeutung von Fußnoten wesentlich abnimmt, besonders beim Schreiben einer naturwissenschaftlichen Arbeit, ist es doch gut zu wissen, wie man/frau Fuß- und Endnoten in OpenOffice.org 3 einfügt und wie man/frau sie formatiert. Die Erklärungen dazu finden Sie im Kapitel „Fuß- und Endnoten“.
Beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit es notwendig Verzeichnisse erstellen zu können. Der 15. Teil des Buchs weist nicht nur darauf hin, wie man/frau das macht, sondern erklärt auch, welche Verzeichnistypen es gibt, wie man/frau sie einfügt und formatiert und wie man/frau sie aktualisiert. Besonders interessant sind hier die Kapitel „Inhaltsverzeichnis“ und „Abbildungs- und Tabellenverzeichnis“.
Die Kapitel „Tabellen“ und „Grafiken“ befassen sich vor allem mit der Erstellung und Formatierung von Tabellen und Grafiken. Hilfreich sind im Kapitel „Tabellen“ die Anleitungen zum Formatieren der Zellinhalte und zum Arbeiten mit Spalten und Zeilen und die Erklärungen zu den unterschiedlichen Formatierungsfunktionen.
Wer eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, muss diese irgendwann auch ausdrucken. Das Kapitel 7 „Dokumente drucken“ wird einem da auf jeden Fall weiterhelfen können.
Auch das Kapitel 8 „PDF-Export und -Import“ ist interessant. Leider findet sich nirgendwo ein Erklärung, wie man/frau ein PDF im OpenOffice.org 3 druckt. Diese Anleitung finden Sie aber im Manual für die Templates wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Server der Boku.
Umfangreich mit hohem Informationsgehalt
Im Großen und Ganzen ist „Textverarbeitung mit OpenOffice.org 3“ ein sehr hilfreiches Buch für alle, die mit OpenOffice.org 3 ihre wissenschaftliche Arbeit schreiben wollen. Leider sind die Erklärungen manchmal unsystematisch verstreut und die Kapitel verwirrend benannt. Unserer Meinung nach hätten die 27 Kapitel thematisch besser geordnet gehört, so dass man/frau einen besseren Überblick bekommt. Erfreulicherweise sind die Erklärungen aber in einer einfachen Sprache gehalten und verständlich formuliert. Ein umfangreiches Buch mit hohem Informationsgehalt.
Da das Buch doch etwas teuer ist, empfehlen wir es vor allem jenen, die sich in das Programm intensiver einarbeiten und auch weitere Arbeiten mit OpenOffice.org schreiben wollen. Warum?
Das Buch enthält unzählige Tipps zu nützlichen Tastenkombinationen und verweist auf Links und Foren, um sich zusätzlich zum Buch informieren zu können.
Zwar werden StudentInnen selten Serienbriefe schreiben wollen oder müssen, aber Formulare, zum Beispiel für Fragebögen für spätere Interviews sind eine feine Sache. Beides wird im Buch ausführlich erklärt.
Es ist einfach arbeitsökonomisch, sich einmal in ein Programm gründlich einzuarbeiten und dann längere Zeit damit seine Arbeiten zu verfassen. Wenn Sie also wirklich vorhaben, Ihre Arbeiten in Zukunft mit OpenOffice.org 3 zu schreiben, dann lohnt sich die Ausgabe durchaus.Zumal OpenOffice auch wesentlich stabiler läuft als Word. Wenn Sie das Programm jedoch nur einmal testen möchten, dann reicht wahrscheinlich auch die Hilfefunktion und bei Problemen die Suche in Foren.
Redaktion “Wissenschaftliches Schreiben”
Jacqueline Rahemipour
Textverarbeitung mit OpenOffice.org 3 Writer
Umstieg von MS Word, Praxiswissen, Tipps und Tricks
633 Seiten, Gebunden
€ 34,90
ISBN 978-3836213028
Galileo Press, Bonn, Oktober 2008
