Ludwig Laher auf der Longlist des Deutschen Buchpreises
Es wird inzwischen bereits heftig diskutiert, ob der deutsche Buchpreis eigentlich ein Spiegelbild der deutschen Literatur oder ein Ausdruck neuer und innovativer literarischer Strömungen sein soll. Als Verleger, der sich seit über zwanzig Jahren selbständig und ohne Zurufe um die deutschsprachige Literatur und Kultur bemüht, ist mir das ziemlich egal. Mir kommt es auf die Qualität und die Sprachkraft der AutorInnen an, und darauf, ob sie etwas zu erzählen haben oder nicht.
Deshalb kann ich mich noch gut daran erinnern, wie ich auf dem Weg nach Ungarn, ja, lange vor der Öffnung und EU-Erweiterung, ein eingeschriebenes Päckchen von der Post abgeholt habe. Ich war damals nicht gerade glücklich, weil es uns ein bisschen aufgehalten hat. Aber darin war das Manuskript von Ludwig Lager über Grenada, und wir haben es ein Jahr später veröffentlicht. Es war die erste Veröffentlichung von Ludwig Laher, ein Buch als Übersetzer von Jacob Ross' „Ein Lied für Simone“ folgte später und dann war er auch als Herausgeber des Buchs „Der genius loci überzieht die Stadt“ tätig. Ludwig Laher ist dann seinen literarischen Weg gegangen, natürlich auch in anderen Verlagen, das ist der Lauf der Welt, er hat den Rauriser Förderpreis erhalten und findet sich heute mit seinem neuen Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises wieder. Darüber freut er sich sicher, und wir uns auch. Herzlichen Glückwunsch!.
Natürlich können Sie die drei bei uns erschienenen Bücher von und mit Ludwig Laher immer noch bei uns bestellen.
Ludwig Laher, Always beautiful
Jacob Ross, Ein Lied für Simone
Ludwig Laher (Hg.), Der Genius loci überzieht die Stadt
Meine besonderen Ostergrüße 2011 oder: Worüber wir uns freuen dürfen!
Viele, die mich kennen, wissen, was zu Ostern auf sie zukommt: Im Mail-Eingang findet sich eine als Osterhase verkleidete Katze. Ich weiß, und die Katze weiß es auch, dass das nicht artgerecht ist, aber wir beide sind in diesen Dingen relativ unerschrocken, was sollen wir also machen?
Aber dieses Jahr wollte ich bereits darauf verzichten. Ich habe mir gedacht, dass es einfach genug ist. Das laufende Jahr 2011 mit seinen ganzen Katastrophen und dem Elend ist einfach nur die bedauerliche Fortsetzung des letzten Jahres, und es hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert. Die Atomkatastrophe und die Flutwelle in Japan, der Krieg in Libyen, das Andauern der Wirtschaftskrise mit ihren dramatischen Folgen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, von den sozialen Auswirkungen ganz zu schweigen. Dass dieser Eindruck nicht ganz richtig ist, stellt man erst dann fest, wenn man genauer in die Nachrichten hineinschaut und feststellt, dass sich dieses Jahr doch eine Menge getan hat. Die demokratischen Bewegungen im arabischen Raum, die die politische Elite in Europa ebenso lange ignoriert hat, wie sie die deutlichen Warnungen vor der sich ankündigenden Wirtschaftskrise beharrlich und bewusst in den Wind geschlagen hat … aber Halt: Lassen wir jetzt einmal die Politik und die Wirtschaft beiseite! Schauen wir auf unser eigenes Leben und das unserer Lieben. Und da kann ich heute mit einer besonderen Nachricht aufwarten: einer Hochzeit in Indien! Vinay, der Bruder einer lieben Freundin und Anjali, seine Verlobte, haben sich das Jawort gegeben, in einer ebenso traditionellen wie mehrtägigen Hochzeitszeremonie mit allen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten.
Also wünsche ich Ihnen frohe Ostern und den jungen Brautleuten das Beste für sie und ihre Zukunft. In meiner Heimat singt man zu diesem Anlass: Lang sollen sie leben, glücklich sollen sie werden … jawohl!
Vielen Dank, Vinay und Anjali, für diesen Lichtblick!
Wolf Peterson
"Es gibt nicht Gutes, ausser man tut es!"
Ich weiß jetzt nicht, wer das gesagt hat, und eigentlich ist es auch egal. Und natürlich fällt es angesichts einer Situation, in der man denken könnte, die Welt steht – mit der Katastrophe in Japan, dem Krieg in Libyen und der nicht um die Burg in den Griff zu bekommenden Finanzkrise – wieder einmal vor dem Abgrund, nicht leicht, Hoffnung und Zuversicht zu bewahren. Bevor wir uns aber über die unfähigen Politiker, die verantwortungslosen Lobbyisten und unersättlichen Finanzhaie aufregen und es dabei bewenden lassen, können wir wenigstens ein kleines Zeichen setzen.
Das hat sich auch die japanische Designerin Audrey Tsujimura gedacht und die Initiative „Never too much help“ ins Leben gerufen. Auf der Website ihres Magazins http://toomuchmagazine.com/ finden Sie eine Liste mit Organisationen, denen Sie spenden können, und Adressen um Solidaritätsprodukte zu kaufen. Natürlich weiß ich, dass es nicht sinnvoll ist, international zu spenden, weil die Überweisungsgebühren astronomisch hoch sind. Als Anregung ist die Liste aber auf jeden Fall gut, als Anstoß noch besser.
Als raffen Sie sich auf! Spenden Sie!
Wolf Peterson
PS: Eine Ergänzung zu der Liste:
Tiere und Menschen in Japan – wir vergessen Euch nicht!
Tierschutzverein Robin Hood, Kennwort: Japan
BAWAG/PSK, Kontonummer:510072154, BLZ 60 000
IBAN: AT046000000510072154, BIC: OPSKATWW
Weihnachten 2010: Schenken Sie was G΄scheits!
Es hat schon Tradition, dass ich mich ganz kurz vor Weihnachten auf unserer Website bei allen unseren AutorInnen und LeserInnen und GeschäftspartnerInnen für die schönen Manuskripte, das rege Interesse an unseren Büchern und die gute Zusammenarbeit bedanke. Ich mache das sonst relativ knapp vor Weihnachten, weil ich Ihnen auch immer gleich ein Neues Jahr wünsche, und wenn ich das bereits am 15. Dezember tue, könnte dies für manche Menschen vielleicht etwas verfrüht wirken.
Dieses Jahr mache ich es anders, und zwar aus zwei Gründen.
Der erste Grund ist, dass am 22. Dezember 2010 im österreichischen Parlament über das Sparpaket abgestimmt wird. Alle Proteste haben nichts genutzt, und selbst die GewerkschaftlerInnen werden ihre eigenen Abgeordneten nicht umgestimmt haben können. Für allzu viele Menschen in den Macht- und Entscheidungsfunktionen ist ein anderes Wirtschaften schlichtweg nicht vorstellbar. Wir können also alles Gute für Weihnachten brauchen, und das so bald wie möglich.
Der zweite Grund ist der, dass ich mich immer ärgere, wenn ich an einem Feiertag im Radio höre oder im Fernsehen sehe oder in der Zeitung lese, worauf ich an diesem Feiertag eigentlich hätte achten sollen. Zum Beispiel hört man regelmäßig am Ostersamstag den Hinweis, dass man beim Kauf von Eiern aufpassen soll, ob sie wirklich aus Freilandhaltung sind, und dass manche Farben wie z. B. das beliebte Chinolingelb immer noch giftige, krebserregende Substanzen enthalten können. Ich färbe zwar schon seit langem mit Zwiebelschalen, aber ärgerlich ist es schon. Natürlich ist es nicht so ärgerlich wie der ebenso ambitionierte wie unermüdliche Hinweis der ORF-Redakteure bei der jährlichen Umstellung auf Sommerzeit und wieder zurück, dass man diese Gelegenheit auch dazu nützen soll, den Sicherheitsschalter (FI-Schalter) am Stromkasten zu testen. Die Zeitumstellung erfolgt allerdings immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag, nicht gerade der ideale Zeitpunkt für Testläufe, und wem beim Test schon einmal die Hauptsicherung durchgebrannt ist, der weiß, wovon ich rede, und alle anderen können es sich vorstellen.
Sicher werden wir es am 24. wieder hören: Wir sollen zu Weihnachten keine Tiere schenken, keine Produkte aus Kinderarbeit, kein Kinderspielzeug mit gefährlichen Weichmachern, keinen Alkohol für Alkoholkranke und natürlich keine Käsehobel (wie sie in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts sehr beliebt waren), keine Strumpfhosen für sie, keine Krawatten oder Socken für ihn.
Wenn Sie etwas wirklich Sinnvolles schenken wollen, dann hätte ich zehn Tage vor Weihnachten einen Tipp: Schenken Sie doch das Brettspiel "ObdachLOS!" Das Obdachlosenspiel des Österreichischen Arbeitersamariterbundes schafft Bewusstsein für die schwierige Situation obdachloser Menschen, und der Reinerlös kommt den Samariter-Notschlafstellen zugute. Das Spiel wurde von Piatnik produziert, was eine ordentliche und haltbare Qualität verspricht. Der Preis ist mit EUR 18,00 auch verträglich, bei Internet-Bestellungen kommen noch die Versandkosten hinzu. Wenn Sie in Wien oder Umgebung wohnen, könnten Sie auch gleich den Shop des ASBÖ in der Pillergasse im 15. Bezirk besuchen. Das wäre doch ein schöner vorweihnachtlicher Ausflug durchs verschneite Wien. Das Technische Museum ist auch gleich in der Nähe. Also: Nichts wie hin, und kaufen Sie was G‘scheits.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein frohes Fest und alles Gute im Neuen Jahr!
Wolf Peterson
PS: Bei einem Menschen muss ich mich heute unbedingt unbekannterweise persönlich bedanken. Prof. Dr.-Ing. Philipp Slusallek (DFKI) vom Intel Visual Computing Institute der Universität Saarbrücken hat in einem Beitrag von „Wissen aktuell“ auf 3SAT heute Abend verkündet, dass Forschung „die Gefahr [birgt], dass die Studenten zu lange dableiben, während die Freundin zu Hause wartet, aber das kann einem mit einem guten Buch auch passieren“. Abgesehen davon, dass ich auch weibliche Forscherinnen kenne, die sich zum Beispiel auf der Universität für Bodenkultur Wien die Nächte um die Ohren schlagen, und auch verheiratete StudentInnen: Der Mann hat ja so recht!
Wolf Peterson
Die Adressen sind:
ASB-Shop
Pillergasse 24, 1150 Wien
Öffnungszeiten Mo-Do 07.30-16.00 und Freitag 07.30-12.30
http://www.samariterbund.net/oesterreich/shop
web: www.samariterbund.net
Intel Visual Computing Institute (Intel-VCI)
http://www.intel-vci.uni-saarland.de/index.php
Wissen aktuell 15.12.2010
http://www.3sat.de/page/?source=/wissenaktuell/150305/index.html
Sehr, sehr traurig ...
(Verlag Guthmann-Peterson) … müssen wir leider mitteilen, dass unsere Autorin Dr. Hanna Behrend gestern von uns gegangen ist. Hanna Behrend war zeitlebens eine aufrechte Kämpferin für Freiheit und Gleichberechtigung. Wir werden sie immer in Erinnerung behalten. Sie wird uns allen fehlen.
Am 27.11.:Gehen Sie hin!
Es gibt ja viele Gründe, um gegen die Sparpakete der europäischen Regierungen zu sein: Es ist sozial ungerecht, dass die Bevölkerung für die Krise, die sie nicht verursacht hat, bezahlen soll. Die Sparpakete sind ökonomisch kontraproduktiv, weil sie die Krise noch weiter verschlimmern werden. Die Sparpakete führen zu weiterem Sozialabbau, sie vernichten Arbeitsplätze, und es werden wichtige Strukturreformen weiter hinausgezögert, damit die politischen und finanziellen Eliten weitermachen können wie bisher. Als wissenschaftlicher Verlag bemerken wir die Auswirkungen der Sparpakete direkt und unmittelbar bei unseren AutorInnen und HerausgeberInnen. Bildung, Wissenschaft, Entwicklungshilfe, Sozialpolitik usw. usf. – alles kann ruhig den Bach hinuntergehen. Cash, Kapital und Rendite hingegen … die Couponschneider sind wieder unter uns, ganz ungeschminkt und auch noch stolz auf ihr Werk, weil sie wissen, dass sie mit ihrer Politik immer noch durchkommen. Wenn Ihnen diese Gründe noch nicht reichen, dann habe ich noch einen ganz persönlichen Punkt:
Erinnern Sie sich an den Stress-Test der europäischen Banken im letzten Jahr? Bei den kritischen Banken waren die irischen Banken aber nicht dabei. Das verwundert einen doch, angesichts des Bankenpakets, das alle europäischen BürgerInnen heute für die irischen Banken zu tragen haben. Jetzt werden Sie vielleicht denken: Wie konnte das denn sein, dass ein derart großes Problem nicht schon 2009 beim Stress-Test aufgefallen ist? Ah, ganz einfach: Zum Zeitpunkt des Stress-Tests waren die irischen Banken bereits verstaatlicht, und verstaatlichte Banken wurden nicht untersucht. Das muss man sich einmal vorstellen! Man fragt sich ernsthaft, wer diese Entscheidung getroffen hat, welche Experten und Politiker diese Entscheidung mitgetragen haben und wer sich vor die Öffentlichkeit gestellt und erklärt hat, dass mit den irischen Banken alles in Ordnung ist. Und ich spreche jetzt nicht vom Gouverneur der Österreichischen Nationalbank Ewald Novotny, der, wie der Österreichische Rundfunk berichtet hatte, zwei Monate nach dem Zusammenbruch der Lehmann-Brothers noch verkündet hat, dass die Krise auf gar keinen Fall und nie und nimmer nach Europa, geschweige denn nach Österreich kommt.
Das ist mein persönlicher Grund, warum ich morgen um 17 Uhr auf den Ballhausplatz zur Abschlusskundgebung der Plattform Zukunftsbudget gehe. Wenn Sie sportlich sind: Die Demonstration beginnt um 13 Uhr bei der Wiener Urania.
Wir sehen uns also morgen um 17 Uhr auf dem Ballhausplatz!
Wolf Peterson, Verleger
PS: Die Plattform Zukunftsbudget besteht aus über 110 Gruppen und Organisationen. Lassen Sie sich nicht davon beirren, dass bei der Demonstration die Katholische Jugend oder die totgeglaubten Kummerl mitlaufen. Das kann uns egal sein, weil es den Spekulanten und ihren Gehilfen auch egal ist, wen sie abzocken.
http://www.zukunftsbudget.at
(Edition Garamond)
„Ihre Sprache ist klar, von natürlichem Fluss, leise und präzise strukturiert“
schreibt
Elisabeth Schawerda
in den "Literarischen Kostproben“ über das neue Buch von Ingeborg Rinner.
Zur Rezension der "Literarischen Kostproben"
Ö 1 gehört gehört! Besonders am 25.06.2010
[Edition Garamond] "Beipiele" mit Gerlinde Weinmüller
Ö 1 gehört gehört! Besonders am Freitag, den
25. Juni 2010, wenn um
11.40 Uhr in der Sendung "Beispiele – Literarische Neuerscheinungen aus Österreich" der Roman "Eine Hand voll Mond" von Gerlinde Weinmüller vorgestellt wird. Es liest Ulrike Arp. Gestaltung: Karin Buttenhauser
Zum ORF
Ostern 2010 oder "Read it before Hollywood does"
Die eisten von uns halten sich ja für aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts, und da haben wir durchaus unsere Bedenken, was die Werbung betrifft. Einerseits gefallen uns schöne Bilder und exklusive Sujets, andererseits wissen wir natürlich, dass all die Porträts junger Frauen mit hohem Aufwand nachbearbeitet werden, dass die abgebildeten Situationen eine schöne Fiktion darstellen, dass in den verkauften Produkten oft mehr Marketingleistung steckt als realer Wert, und dass es auch Werbung für Produkte wie z. B. WC-Steine oder Weichspüler gibt, die wir gar nicht brauchen und die noch dazu sehr umweltbelastend sind. Und dann gibt es leider immer noch eine spezielle Art von Werbung, z. B. von einem Hersteller von Schaltelementen, der einen Lichtschalter auf dem nackten weiblichen Popo präsentiert. Und das ist noch eines der harmloseren Beispiele aus einer nicht gerade letztklassig angelegten Zeitschrift wie „Schöner Wohnen“.
Es geht aber auch anders: So ist es möglich, dass Produkte, die wir wirklich brauchen, auf eine witzige Art beworben werden. Und diese Werbung stammt auch noch von einem wirklich Großen der Werbebranche.
„Read it before Hollywood does“ heißt die Kampagne der international tätigen Werbeagentur Leo Burnett für die tschechischen Bibliotheken. Darin posiert z. B. ein älterer Herr mit zwei Baywatch-Nixen, um zu zeigen, was möglich wäre, wenn Hollywood „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway heutzutage verfilmen würde. Und das ist gar kein Scherz: Ich kenne einen Mitbürger, der nach einem Besuch in Los Angeles sehr enttäuscht war, dass die Badenden gar nicht so ausschauen wie in der Serie „Baywatch“.
Die Kampagne „Read it before Hollywood does“ der Werbeagentur Leo Burnett ist witzig, sie ist intelligent, sie bewirbt ein wirklich gutes, dauerhaftes Produkt, das Buch, und sie gibt uns allen eine eindeutige Handlungsanweisung: Rasch in die Buchhandlung, rasch in die Bibliothek, anrufen bei den Verlagen, stöbern im Bücherregal der Schwester, des Bruders, der Nachbarin, des Nachbars, bestellen bei Amazon oder wo immer Sie wollen. Weil es sich tatsächlich empfiehlt: „Read it before Hollywood does.“
Schöne Ostern mit vielen Büchern wünscht Ihnen
Wolf Peterson
PS: Ich bedanke mich bei Frau Katrin Kester von Leo Burnett für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe der Sujets der Kampagne auf unserer Website. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit!
„Read it before Hollywood does“ in: „The Annual of Annuals“ 2005 des ADC*E, Seite 85 f.; alle Rechte bei Leo Burnett, 2005.
Präsentation der neuen Dissertationen der Universität für Bodenkultur Wien
Am 8. März 2010 fand die Präsentation der beiden Neuerscheinungen in der Reihe der Dissertationen der Universität für Bodenkultur Wien statt.
Weiterlesen zur Präsentation und Bilder
Zum Neuen Jahr 2010 die Bitte an uns alle und vor allem an die Politikerinnen und Politiker unter uns: „Bitte, Leute, seid menschlich!“
Fast möchte man meinen, dass es immer dieselben Verdächtigen sind, die einem die stillste Zeit des Jahres vermasseln. Entweder kommen die schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten oder aus China, wo ein offenbar geisteskranker Vater dreier Kinder hingerichtet wird, oder aus dem Iran, wo die herrschende Staatsgewalt sich am liebsten ein neues Volk suchen möchte, oder aus dem Irak, wo die Angehörigen von Bombenopfern inzwischen hoffen, dass diese ihre Verletzungen nicht überstehen, weil die medizinische Versorgung ruinös teuer ist ... oder gar nicht zu erhalten ist und und und.
Aber auch die Nachrichten aus dem eigenen Land sind manchmal nur trist. Da wird mit politischen Flüchtlingen, von Gewalt und Terror aus ihrer Heimat vertriebenen Immigranten und solchen, die es noch gar nicht sind, politisches Kleingeld gemacht, da werden Banken gesponsert, die mit der Realwirtschaft rein gar nichts zu tun haben, und den Börsen geht es überhaupt wieder am besten von allen.
„It‘s been a bad day, please don‘t take a picture“, meinten bereits vor einigen Jahren R.E.M. Dass es aber trotzdem wichtig ist, Bilder zu machen, wirklich gute Bilder, zeigt der polnischstämmige Fotograf Jan Prerovsky mit seiner Bilderserie über obdachlose Menschen in Prag. In der Internet-Zeitschrift Encore finden Sie unter dem Titel „Ahoj Pavel“ in der Ausgabe „Best of Encore 2004-2008“ seine Bilder mit persönlichen Nachrichten der abgebildeten Menschen.
Der eine schreibt, wo er am liebsten seinen Wein trinkt, eine andere, dass sie gerne wieder eine Wohnung hätte, und schließlich der an uns gerichtete Rat: „Bitte, Leute, seid menschlich!“
Der Link zu Jan Prerovsky ist: http://janprerovsky.com/references/attachment/redhot_homeless2/
Dort sehen Sie die Bilder relativ klein und den Text nur in der Originalsprache. Der Link zur deutschen Version ist etwas schwieriger. Sie gehen auf die Seite der Internetzeitschrift Encore
http://www.magwerk.com/mag.php?magazine=encore&language=de
und klicken dann etwa dreißigmal auf den rechten unteren Seitenrand, so als ob Sie eine Seite umblättern würden.
Aber was ist schon ein verzweigter Link angesichts des schwierigen Lebens der Obdachlosen, auch bei uns, der Hungernden im Sudan, der Kranken in Bangladesh, der … denken Sie sich bitte selbst die Namen und die Orte dazu. Und bitte: Seien Sie 2010 menschlich! Ich werde es auch versuchen.
In diesem Sinne alles Gute fürs Neue Jahr und „Lasst viele gute Bücher mit uns sein!“
Rezensionen zu Hanna Behrends Buch "Die Überleberin"
"Die aus einer Wiener Familie stammende ostdeutsche Literaturwissenschaftlerin Hanna Behrend legte eine überaus umfangreiche Autobiographie vor, die sie mit Auszügen aus Briefen und Tagebüchern vor allem aus der Zeit des Exils ergänzte. Sie setzt dabei keine besonderen zeitlichen Schwerpunkte, sondern beschreibt in gleichbleibendem Detailreichtum ihr Leben in Wien, im Exil, in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. "
Zwischenwelt, Nr. 314, Dezember 2009
Zu
den Rezensionen von Hanna Behrends Buch „Die Überleberin“
Geschenkstipp: Henrike Müller-Moll
[Verlag Liber Libri] DER Geschenktipp für alle, die noch kein Geschenk für Ihre Omi haben:
Das Buch von Henrike Müller-Moll.
Zu finden auf Modepilot.de
Workshop „Wissenschaftliches Schreiben und die Arbeit mit Textprogrammen“
Workshop „Wissenschaftliches Schreiben und die Arbeit mit Textprogrammen“
Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien veranstalteten wir einen Workshop zum Thema „Wissenschaftliches Schreiben und die Arbeit mit Textprogrammen“ am Freitag, den 11. Dezember 2009 von 9 bis 15 Uhr 30 in der Universitätsbibliothek der Universität für Bodenkultur Wien, Peter Jordan-Straße 82, A-1190 Wien.
Weitere Informationen finden Sie auf unserm Blog zum Thema: http://www.guthmann-peterson.de/wissenschaftlich-schreiben/
Tipps zum Klimaschutz

So grau wie auf diesem Bild war heute morgen, den 7.12.2009 der Himmel über unserem Büro. Und so trüb sollen auch die nächsten Tage werden. Für die heute beginnende Klimakonferenz in Kopenhagen, zu der angeblich 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angereist sind, stehen die Aussichten ja auch nicht besonders gut. Was können wir also tun?
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Vorschläge zum Klimaschutz
Unsere Vorschläge zum Klimaschutz: Es gibt ja viele Vorschläge zum Klimaschutz. Wir haben zwei ganz konkrete an die Umwelt- und die Wirtschaftspolitik, weil Nur-Müll-Trennen zu wenig ist.
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"Ein Rabenaas wird 60" im Frauenmagazin Brikada und im WDR 3
[Verlag Liber Libri] „Süffig liest es sich und gute Laune macht es, das Buch 'Ein Rabenaas wird 60' von Henrike Müller-Moll" schreibt das Frauenmagazin Brikada am 3. November 2009. Und
am Freitag, den 4. Dezember 2009 war sie bei Ulrich Biermann im WDR 3 in Köln um 18.45 Uhr live zu Gast.
Weiterlesen und das Gespräch anhören
Brunhild E. Blum "
Mythos im Historismus" erschienen
Soeben ist die Studie von Brunhild E. Blum "
Mythos im Historismus" zum Verständnis von Raum und Zeit bei Eduard Stucken erschienen.
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Lesung Ingo Anspach
[Verlag Liber Libri] "Der das Wort im Mund umdreht …" schreibt das Freisinger Tagblatt über die Lesung von Ingo Anspach. Der Pressesprecher des Münchner Flughafens hat seine absurd-dadaistisch-kuriosen Gedanken der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Weiterlesen
Gratulation Frau Müller-Moll!
[Verlag Liber Libri] Frau Müller-Moll darf sich glücklich schätzen. Nicht nur dass sie, und jetzt soll sie mir bitte nicht böse sein, Ihren 60. Geburtstag feiern. Nein, ab sofort sprechen auch die beiden Brüder Bill und Tom Kaulitz mit Ihnen: Wie ich der aktuellen Presse entnehme, wünschen sich die Hotel-Tokio-Zwillinge nichts sehnlicher zu Ihrem 20. Geburtstag als ein gemütliches Kaffeekränzchen mit Torte und Schlagobers und Menschen jenseits der 60. Weil: „Mit so alten Leuten kann man nämlich Gespräche führen, die ganz ab vom Schuss sind. Die machen sich ganz andere Gedanken.“
Hoffentlich haben Tokio-Hotel noch etwas Geduld, dann habe ich vielleicht auch noch Chancen auf einen Small-Talk.
Der Verleger

Tokio-Hotel möchte ihren 20. Geburtstag mit PensionistInnen feiern. "Kurier", 30. August 2009
Januar 2009
Präsentation
Carol J. Adams „Überleben unter Fleischessern“
Mit ungefähr achtzig BesucherInnen war die Präsentation des Buchs von Carol J. Adams, gelesen von Susanna Harringer, in der Wiener Buchhandlung Thalia W3 ein schöner Erfolg. Die liebenswürdige Veranstalterin musste sogar zusätzliche Stühle holen, um allen InteressentInnen einen Sitzplatz anzubieten.
In ihrer Lesung legte Susanna Harringer besonderes Augenmerk auf den Gedanken, dass es in der Kommunikation mit FleischesserInnen sehr günstig ist, sie als "verhinderte" VegetatierInnen zu betrachten. Damit sind VegetarierInnen und VeganerInnen nicht in die Verteidigung gedrängt, können viele Konflikte vermeiden und sind auch leichter in der Lage, zu zeigen, wie attraktiv die positive Lebenseinstellung Vegetarismus und Veganismus sein kann.
Besonders schön bei den Veranstaltungen in der Thalia W3 ist auch, dass immer wieder ZuhörerInnen kommen, die nicht zum engeren Kreis der am Thema Interessierten gehören, sondern die Ankündigung der Veranstaltung gesehen haben und daraufhin vorbeischauen. Gestern waren es, unter anderen, zwei ältere Damen, von denen wir schon dachten, sie hätten sich im Termin geirrt, die aber dann doch bis zum Schluss geblieben sind
Ein großes Dankeschön noch einmal an die Buchhandlung Thalia W3 und die engagierte Frau Prentner!

Frau Prentner von der Buchhandlung Thalia bei ihren einführenden Worten.

Zwei interessierte Zuhörerinnen bei der Präsentation des Buchs von Carol J. Adams. |

Susanna Harringer bei ihrem Vortrag über das Buch von Carol J. Adams "Überleben unter Fleischessern" in der Buchhandlung Thalia W3. |

Blick in das Publikum bei der Lesung von Susanna Harringer. |
Frohe Festtage 2008!
Allerorten und wohin man schaut: Krise, Kriege, Katastrophen. Nach Meinung der KommentatorInnen geht ein ganzes Zeitalter unter: das des Neoliberalismus. So schlimm wird es für die traditionelle Politik und die der klassischen Ökonomie folgenden Wirtschaft wahrscheinlich nicht kommen. Und für den Buchhandel und das Verlagswesen wird wohl genau das eintreten, was Klaus Wagenbach bereits vor Jahren in seinem Nachwort zu André Schiffrins Buch „Verlage ohne Verleger" über die Zukunft der Bücher und der Verlage geschrieben hat: Es wird wieder eine Zeit kommen, in der es darum geht, gute und ordentliche Bücher zu machen, die die Menschen interessieren, und nicht nur immer darauf zu schauen, ob die Gewinnvorgaben von PriceWaterhouseCoopers und wie sie alle heißen von den Verlagen erfüllt werden.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und allen, die gute Bücher lieben, frohe Festtage, einen guten Rutsch und ein schönes und erfolgreiches Neues Bücherjahr 2009!
Ihr Verlag Guthmann-Peterson
André Schiffrin, Verlage ohne Verleger. Über die Zukunft der Bücher,
3-8031-2387-9
http://www.wagenbach.de und dann „Schiffrin“ in die Suche eingeben.
November 2008
Lesungen von Hanna Behrend in Wien
Im November kam Hanna Behrend nach Wien und las an zwei Abenden aus ihrer Autobiografie "Die Überleberin". Beide Veranstaltungen waren gut besucht, und die Gäste hatten die Gelegenheit, die Autorin persönlich kennen zu lernen, ihr Fragen zu stellen und interessante Diskussionen zu führen. Es bietet sich gewiss nicht oft die Möglichkeit, eine derart umfassende, detailgetreue und trotzdem lebendige Biographie zu lesen und auch die bemerkenswerte Persönlichkeit zu treffen, die darin ihr bewegtes Leben und Überleben, die großen und kleinen politischen Entwicklungen und Ereignisse, die Strömungen der Zeit anschaulich schildert.

Hanna Behrend liest aus ihrer Biographie "Die Überleberin". |

Das interessierte Publikum bei der Lesung von Hanna Behrend im Republikanischen Club in Wien. |

Hanna Behrend und ihre Lektorin im Gespräch bei der Lesung in der Buchhandlung Thalia W3. |
Frankfurter Buchmesse 2008
Zum zwanzigsten Mal präsentierten wir auch dieses Jahr unsere aktuellen Neuerscheinungen auf der Frankfurter Buchmesse. Wir danken für Ihren Besuch und freuen uns
auf die nächsten gemeinsamen Aktivitäten
und Bücher.
Lesung Kathrin Primetzhofer
[Verlag Liber Libri] Am Mittwoch, den 13. Juni liest unsere Autorin Kathrin
Primetzhofer gemeinsam mit ihren SchriftstellerkollegInnen
Josef Peter Ortner und Edith Sommer im Rahmen einer
vom Österreichischen Schriftstellerverband veranstalteten
Lesung im Wiener Literaturhaus.
Mehr
zur Lesung
Mehr
zum Buch
Mit Margarita Fuchs
ist die erste Österreicherin im Finale des
MDR-Literaturwettbewerbs
[Edition Garamond] Wir freuen uns sehr, Ihnen zu berichten, dass
unsere Autorin Margarita Fuchs, an der Endrunde
des 12. MDR-Literaturwettbewerbs teilnehmen wird.
Ihr Beitrag „Roma" wurde unter die
sieben besten von mehr als 1.800 eingereichten
Arbeiten gewählt. Margarita Fuchs ist darüber
hinaus die erste Autorin österreichischer
Herkunft, die im MDR-Literaturwettbewerb liest.
Dieser Wettbewerb ist als „Sprungbrett
für junge AutorInnen" bekannt und im
letzten Jahr hat Thomas Pletzinger, damals Student
am Leipziger Literaturinstitut, gewonnen.
In der MDR-Literaturnacht am 7. Mai 2007 werden
die sieben FinalistInnen in Leipzig im Rahmen
einer Rundfunksendung im Haus des Buches ihre
Texte vorlesen,
und am selben Abend werden die drei Preisträgerinnen
des MDR-Literaturpreises von einer Fachjury gewählt.
Danach ist die traditionelle Lesereise durch Köthen,
Jena und Chemnitz geplant.
In ihrem Text „Roma“ geht es
Margarita
Fuchs um eine demenzkranke alte Frau, die von
ihrer Tochter zum Flughafen mitgenommen wird.
Dort unterhalten sich beide über einen gemeinsamen
Rom-Besuch, der nie stattgefunden hat. Die Jury
lobte vor allem die sprachlich dichte Darstellung
und den dabei gleichzeitig sehr lakonischen
Tonfall der Geschichte, der neben der aufkommenden
Beklemmung vor allem Berührung bei den ZuhörerInnen
auslöste.
Zusätzlich zu dem schönen Erfolg, zu
den ausgewählten knapp 4 Promille der EinsenderInnen
zu gehören, die an der Endrunde teilnehmen,
wird es eine aufregende Radionacht werden. Die
Literaturnacht beginnt um 19.30 h. In Österreich
empfiehlt sich der Empfang übers Internet:
http://www.mdr.de/mdr-figaro/frequenzen/140812.html#absatz5
Darüber hinaus freut uns sehr, dass wieder
eine österreichische Autorin bei einem deutschen
Literaturwettbewerb Anerkennung findet. Waren
es letztes Jahr Arno Geiger oder Franz Schuh,
die Preise gewonnen haben, ist es hier nun Margarita
Fuchs, die die österreichische Literatur
vertritt, eine Salzburger Autorin, die am Anfang
ihrer schriftstellerischen Karriere steht und
ihre drei Bücher in einem österreichischen,
einem Wiener Verlag, unserer Edition Garamond,
verlegt hat. Die Anerkennung österreichischer
AutorInnen bestätigt uns auch in unserer
täglichen Verlagsarbeit. Es sind nicht immer
die angeblich horrenden Vorschüsse oder
die mehr oder weniger realistischen Verkaufszahlen,
die über die Qualität der Bücher
und das literarische Können der AutorInnen
entscheiden. Es ist nicht zuletzt die kontinuierliche,
konstruktive und einfühlsame Zusammenarbeit
von AutorInnen und Verlag, die die literarische
Qualität und Tradition dieses Landes ständig
weiterentwickelt.
Unserer Autorin Margarita Fuchs wünschen
wir „toitoitoi, Hals- und Beinbruch!",
und wir halten Sie natürlich gerne auf dem
Laufenden!
Ihre Edition Garamond
Links
Die Details zum Literaturwettbewerb des
MDR sehen Sie unter http://www.mdr.de/mdr-figaro/literatur/3602876.html
Die Bücher von Margarita Fuchs:
Das
große Fest von Portobuffolé
Talentierte
Labyrinthe
Ich
träumte weiß
Margarita Fuchs erhält den Rauriser Förderungspreis
2008
[Edition Garamond] Mit großer Freude können wir bekannt geben, dass unsere Autorin
Margarita Fuchs den diesjährigen Rauriser Förderungspreis für
einen unveröffentlichten Prosatext, diesmal zum Thema „Fremd-Wort“
erhält.
Nach Ihrer Auszeichnung mit dem 3. Platz beim Publikumswettbewerb Publikumspreis
und dem zweiten Platz beim Literaturwettbewerb des Mitteldeutschen Rundfunks
ist dies eine weitere Bestätigung der literarischen Qualität ihres
vielfältigen schriftstellerischen Schaffens.
Wir freuen uns gemeinsam mit unserer Autorin über ihren Erfolg!
Die Lesung von Margarita Fuchs bei den 38. Rauriser Literaturtagen fand
am Donnerstag, den 27. März 2008 statt.
mehr
Den Link zu den Rauriser Kulturtagen finden Sie
hier.
Die Bücher von Margarita Fuchs:
Das
große Fest von Portobuffolé
Talentierte
Labyrinthe
Ich
träumte weiß
Margarita Fuchs beim Meraner Lyrikpreis
[Edition Garamond] Beim diesjährigen Meraner Lyrikpreis war Margarita Fuchs zwar nicht unter
den ausschließlich aus dem früheren Osten Deutschlands stammenden
Preisträgerinnen, aber – wie Anton Thuswaldner treffend in den Salzburger
Nachrichten schreibt – „sie trat an, die Ehre Österreichs
zu verteidigen, und machte ihre Sache gut“. Die Schweizer Lyrikerin und
Kritikerin Irma Rakusa, Mitglied der Jury, befand, dass Margarita Fuchs’ Gedichte
„einer ,Traumregie‘ unterstellt“ seien.
Wieweit dieser interessante Gedanke zutrifft, können Sie auch in den beiden schon bei uns erschienenen Gedichtbänden von Margarita Fuchs nachprüfen.
Den Link zum Meraner Lyrikpreis finden Sie
hier.
Margarita Fuchs: Einladung zum Meraner Lyrikpreis
Wir freuen uns sehr, Ihnen zu berichten, dass
unsere Autorin Margarita Fuchs, an der Endrunde
des 12. MDR-Literaturwettbewerbs teilnehmen wird.
Ihr Beitrag „Roma" wurde unter die
sieben besten von mehr als 1.800 eingereichten
Arbeiten gewählt. Margarita Fuchs ist darüber
hinaus die erste Autorin österreichischer
Herkunft, die im MDR-Literaturwettbewerb liest.
Dieser Wettbewerb ist als „Sprungbrett
für junge AutorInnen" bekannt und im
letzten Jahr hat Thomas Pletzinger, damals Student
am Leipziger Literaturinstitut, gewonnen.
In der MDR-Literaturnacht am 7. Mai 2007 werden
die sieben FinalistInnen in Leipzig im Rahmen
einer Rundfunksendung im Haus des Buches ihre
Texte vorlesen,
und am selben Abend werden die drei Preisträgerinnen
des MDR-Literaturpreises von einer Fachjury gewählt.
Danach ist die traditionelle Lesereise durch Köthen,
Jena und Chemnitz geplant.
In ihrem Text „Roma“ geht es
Margarita
Fuchs um eine demenzkranke alte Frau, die von
ihrer Tochter zum Flughafen mitgenommen wird.
Dort unterhalten sich beide über einen gemeinsamen
Rom-Besuch, der nie stattgefunden hat. Die Jury
lobte vor allem die sprachlich dichte Darstellung
und den dabei gleichzeitig sehr lakonischen
Tonfall der Geschichte, der neben der aufkommenden
Beklemmung vor allem Berührung bei den ZuhörerInnen
auslöste.
Zusätzlich zu dem schönen Erfolg, zu
den ausgewählten knapp 4 Promille der EinsenderInnen
zu gehören, die an der Endrunde teilnehmen,
wird es eine aufregende Radionacht werden. Die
Literaturnacht beginnt um 19.30 h. In Österreich
empfiehlt sich der Empfang übers Internet:
http://www.mdr.de/mdr-figaro/frequenzen/140812.html#absatz5
Darüber hinaus freut uns sehr, dass wieder
eine österreichische Autorin bei einem deutschen
Literaturwettbewerb Anerkennung findet. Waren
es letztes Jahr Arno Geiger oder Franz Schuh,
die Preise gewonnen haben, ist es hier nun Margarita
Fuchs, die die österreichische Literatur
vertritt, eine Salzburger Autorin, die am Anfang
ihrer schriftstellerischen Karriere steht und
ihre drei Bücher in einem österreichischen,
einem Wiener Verlag, unserer Edition Garamond,
verlegt hat. Die Anerkennung österreichischer
AutorInnen bestätigt uns auch in unserer
täglichen Verlagsarbeit. Es sind nicht immer
die angeblich horrenden Vorschüsse oder
die mehr oder weniger realistischen Verkaufszahlen,
die über die Qualität der Bücher
und das literarische Können der AutorInnen
entscheiden. Es ist nicht zuletzt die kontinuierliche,
konstruktive und einfühlsame Zusammenarbeit
von AutorInnen und Verlag, die die literarische
Qualität und Tradition dieses Landes ständig
weiterentwickelt.
Unserer Autorin Margarita Fuchs wünschen
wir „toitoitoi, Hals- und Beinbruch!",
und wir halten Sie natürlich gerne auf dem
Laufenden!
Ihre Edition Garamond
Links
Die Details zum Literaturwettbewerb des
MDR sehen Sie unter http://www.mdr.de/mdr-figaro/literatur/3602876.html
Die Bücher von Margarita Fuchs:
Das
große Fest von Portobuffolé
Talentierte
Labyrinthe
Ich
träumte weiß
Frankfurter Buchmesse 2007
„Mehr als das Geld hat das Blei in der
Welt verändert und mehr als das Blei in
der Flinte das im Setzkasten.“
Die Frankfurter Buchmesse stand zwar heuer nicht
im Zeichen dieses Zitats, sondern wird vom Themenschwerpunkt
der katalanischen Literatur bestimmt. Trotzdem
besitzt das Zitat, das Georg Christoph Lichtenberg
zugeschrieben wird, natürlich für jede
Buchmesse Gültigkeit. Und dies besonders angesichts
der zahlreichen nationalen und internationalen
Konflikte.
Einen, wenn auch bescheidenen Beitrag zu einem
der Problemfelder, dem Verhältnis von Christentum
und Islam, leisten wir mit der Studie von Stanislav
Korzeniowski. Dieses Buch und die anderen literarischen
und wissenschaftlichen Neuerscheinungen haben wir
so wie jedes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse
präsentiert.
Wir danken für Ihren Besuch und freuen uns
auf die nächsten gemeinsamen Aktivitäten
und Bücher.
Uwe Wittstock: Die
Büchersäufer
Ab und zu gibt es aus dem Buchhandel mehr als die üblichen
Jubelmeldungen zum nie zuvor erreichten Umsatz
im Weihnachtsgeschäft oder zu den exorbitanten
Verkaufszahlen des neuen Harry-Potter-Bandes. Meistens
stammen diese Informationen und Kommentare von
Menschen, die schon länger im Buchhandel und
Verlagswesen tätig sind und ihre Erfahrungen
entweder anderen mitteilen oder sich ein bisschen
Leid von der Seele schreiben möchten. Uwe
Wittstocks Essays „Die Büchersäufer" sind
eine Mischung aus beidem. Uwe Wittstock war viele
Jahre Lektor im S. Fischer-Verlag und schreibt
heute Kolumnen für „Die Welt".
In seinem im März diesen Jahres erschienenen
Buch schreibt er über die nach Literatur süchtigen
LeserInnen, die von der Literatur geistig und ökonomisch
abhängigen BuchhändlerInnen, über
bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten
des Verlagswesen und über Verlage, die trotz
oder auch wegen ihres spezialisierten literarischen
Programms für Furore sorgen. Ein Thema, über
das wir uns selbst immer wieder Gedanken machen,
hat auch ihn beschäftigt: Können deutsche
SchriftstellerInnen gute Kriminalromane schreiben?
Aufgrund unserer Verlagserfahrung kommen wir zu ähnlichen
Einschätzungen wie er und halten uns z. B.
bei der Veröffentlichung von Kriminalgeschichten
ausgesprochen zurück. Außerdem beschäftigt
er sich analytisch mit der räumlichen Verortung
von Literatur. Wer kommt denn heute schon ohne
eine Billy-Regal aus?
Wirklich ernst wird es Uwe Wittstock bei der zunehmenden
Verlagskonzentration und dem Aufkommen dominanter
Buchhandelsketten wie Thalia oder Hugendubel. Auch
wenn wir weit von US-amerikanischen Verhältnissen
entfernt sind, wo Barnes & Nobles und die Buchhandelskette
Borders mit 50 Prozent den Markt beherrschen, kommen
wir als Verlag an den zentralen Einkaufsstellen
der Buchhandelsketten und den Barsortimenten nicht
vorbei. Und Sie werden als LeserInnen in den meisten
Buchhandlungen nur mehr jene Bücher zu sehen
bekommen, die von den ZentraleinkäuferInnen
als gewinnbringend eingeschätzt werden. Das
sind dann die so genannten „Schnell-Dreher",
die marktgängige oder gehypte Literatur. Alles
andere, vor allem die Bücher aus kleineren
Verlagen mit literarischem Anspruch, scheint in
diesem Sortiment nicht mehr auf und kann allenfalls
bestellt werden. Das führt schlussendlich
zur Ausdünnung des Programms, nicht nur bei
der Literatur, sondern auch beim wissenschaftlichen
Angebot. Gerade deshalb wäre es wichtig, dass
wir uns als AutorInnen, BuchhändlerInnen,
VerlegerInnen und LeserInnen gemeinsam um unverwechselbare,
eigenständige Bücher und Programme bemühen,
damit auch anspruchsvolle Literatur einen Weg auf
den Markt und damit zu ihren LeserInnen findet.
Wobei jedoch gesagt werden muss: Anspruchsvoll
schließt unterhaltsam nicht unbedingt aus,
und wissenschaftlich muss nicht unleserlich bedeuten.
Und dafür haben wir – als seriöser
Verlag – auch unser Teil beizutragen und
tun das auch gerne in der Zukunft. Weil Büchermachen
für uns Beruf und Berufung zugleich ist.
Angaben zum Buch:
Die Büchersäufer
Streifzüge durch den Literaturbetrieb
Verlag: zu Klampen
ISBN: 978-3-86674-005-1
Einband: Gebunden
Preisinfo:16,00 Eur[D] / 16,50 Eur[A] / 31,20 sFr
Seiten/Umfang: 173 S. - 19 x 12 cm
Erschienen: 1. Aufl. 03.2007
Gewicht: 210 g
Zum 20. Todestag von Andy Warhol
Museum Frieder Burda (Baden-Baden)
Warhol, Rauschberg, Lichtenstein, Twombly, Kiefer
Die Sammlung von Erich Marx in Baden-Baden
25. Mai bis 7. Oktober 2007
Seit mehr als zehn Jahren ist die
renommierte Sammlung von Erich Marx wieder zu
sehen. Die Ausstellung wird sich vor allem auf
den amerikanischen
Künstler Andy Warhol konzentrieren und zahlreiche
seiner Gemälde und Zeichnungen zeigen. Auf
die Aktualität des Werks
von Andy Warhol und seinen Begriff der Massenmedien
und die Rolle der Menschen in diesen geht Anukis
Aichholzer in ihrem Buch „I believe media
is art" ein. 2007, am 20ten Todestag Warhols,
hat das Thema Massenmedien nichts an Bedeutung
verloren, und begleitet uns mehr denn je durch
unser Leben.
Das Bild verdrängt das Wort?
Im Fernsehen ist es größtenteils schon
soweit – das Wort wird vom Bild dominiert,
man könnte sogar sagen verdrängt. Speziell
bei den privaten Sendern nimmt der Trend zu immer „unpolitischeren" Sendungen
zu, leider auch mehr und mehr bei den Nachrichten
in den öffentlich-rechtlichen Funk- und Fernsehanstalten.
Immer weiter treten die Bilder, die den ZuseherInnen übermittelt
werden, gegenüber dem Text der NachrichtensprecherInnen
in den Vordergrund.
Außerdem stellte Prof. Dr. Georg Ruhrmann
von der Universität Jena in einer zwölf
Jahre lang durchgeführten Langzeitanalyse
von Fernsehnachrichten einen klaren Anstieg von
unpolitischen Themen in den Fernsehnachrichten
fest. Auch in den Zeitungen und Zeitschriften und
am Buchmarkt nehmen die „schönen, bunten
Bilder" überhand.
In Büchern aber gilt das bekannte Motto „Ein
Bild sagt mehr als 1000 Worte" nur sehr bedingt.
Sicherlich lässt sich auf Bilder nicht immer
verzichten, es kommt eben auf die richtige Mischung
an. Der Text wird nach wie vor im Vordergrund stehen,
weil durch Worte komplexe Zusammenhänge besser
erklärt und interpretiert werden können.
Bilder bieten einen größeren Interpretationsspielraum.
Auch in ihrer erklärenden Funktion sollen
Abbildungen und Tabellen in wissenschaftlichen
Arbeiten den Text nur ergänzen oder zusammenfassen,
aber nicht dominieren.
Erfreulich und informativ für die LeserInnen
ist es auch, wenn Bilder und Texte in einem engen
inhaltlichen Zusammenhang stehen und nicht der
dekorative Charakter die Oberhand gewinnt. Das
harmonische Verhältnis von Text und Bild,
sinnvolle Information und LeserInnenfreundlichkeit
sind das Anliegen unseres verantwortungsvollen
Lektorats bei der Veröffentlichung wissenschaftlicher
Werke als Monographie.
Tipp: Kunstmuseum Liechtenstein
Ausstellung: „Auszeit, Kunst und Nachhaltigkeit"
25. Mai bis 2. September 2007
In den letzten Jahrzehnten gewinnt
der Begriff der Nachhaltigkeit eine immer bedeutendere
Rolle in unserem alltäglichen Leben. In der
aktuellen Ausstellung des Kunstmuseums Liechtenstein
wird die Verarbeitung der Nachhaltigkeit in der Kunst
dargestellt, wobei die Beziehung der Menschen zu
Natur und Ökologie, sowie die Beschleunigung
unseres Alltags in den letzten 40 Jahre im Vordergrund
stehen. Da der Verlag Guthmann-Peterson bei seinen
Publikationen auf die ökologischen Aspekte achtet
und immer ein Auge auf die Natur hat, möchten
wir Sie auf diese spannende Auseinandersetzung mit
dieser interessanten Thematik hinweisen.
Tatort Buchhandlung? – Welttag des Buches
2007
Alljährlich zum „Welttag des Buches" gibt
der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels
ein Geschenkbuch für die Kundinnen und Kunden
des Buchhandels heraus. Dieses Jahr war es ein
Geschichtenbuch mit dem Namen „Tatort Buchhandel".
Die Buchhandlung als Tatort zu sehen, ist ein interessanter
Aspekt. Aber was ist darunter zu verstehen?
Dr. Evelyne Polt-Heinzl, die Herausgeberin des
Buches meint in ihrem Vorwort: „(...) außerdem
sind Buchkäufer Wiederholungstäter mit
latenten Suchtproblemen, denn das Buch fällt
in die Kategorie Genussmittel." Mit anderen
Worten: BuchkäuferInnen kommen immer wieder,
um sich ihren Nachschub an Büchern zu holen,
aber auch um gute Gespräche zu führen
und sich fachspezifische Informationen von ihren
BuchhändlerInnen zu holen, und um sich auf
Spurensuche zu begeben. Die Buchhandlung wird zum
(Tat-)Ort für AutoInnenrenlesungen, Zusammentreffen
Gleichgesinnter, guter Gespräche und zum Ausgangspunkt
der persönlichen Literatursuche.
In diesem Buch finden sich Texte rund um den „Tatort" Buchhandlung
wieder, von bekannten Größen wie Alfred
Polgar, Kurt Tucholsky, Erich Kästner und
Joseph Roth – um nur einige zu nennen.
Wir freuen uns, dass dabei auch Wolfgang Iser,
einer der ersten Autoren unseres Verlags, mit dem
Beitrag „Bücher verörtern" vertreten
ist. Besonders auch deshalb, weil sein Buch „Campari
Orange", aus welchem der Textauszug stammt,
bereits 1988 bei uns erschienen ist, aber – wie
es scheint – nach wie vor in Erinnerung geblieben
ist. Und laut Dr. Evelyne Polt-Heinzl zu den ungeahnten
Bücherschätzen, die regelmäßig
gehoben werden wollen, zählt.
Und für alle die es noch nicht wissen und
möglicherweise in der Geschwindigkeit die
Jahreszahl überlesen haben: 1988, ja Sie haben
richtig gelesen. Wie alle unsere Bücher halten
wir auch Wolfgang Isers „Campari Orange" so
lange lieferbar wie möglich. Wenn Sie also
auf den Geschmack gekommen sind, können Sie
sein Buch gerne bei uns bestellen.
Mehr
zum Buch von Wolfgang Iser, Campari Orange
Hauptverband
des österreichischen Buchhandels: „tatort
Buchandlung". Ein Geschichtenbuch, Hg. von
Dr. Evelyne Polt-Heinzl, Wien, 2007
Was wir uns alle für 2007 wünschen …
Allen unseren Autorinnen und Autoren, Leserinnen und
Lesern, unseren Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern
und Kolleginnen und Kollegen aus dem Buchhandel wünschen
wir alles Gute im Neuen Jahr!
… und was wir uns und Ihnen wünschen ist:
„Mehr Platz für wichtige Bücher!“
Weihnachten 2006:
Was wir uns alle wünschen
Weihnachten wird trotz der milden Witterung, einer
Auswirkung der globalen Klimaerwärmung, und
der anstrengenden Tage im vorweihnachtlichen Stress
auch dieses Jahr wieder kommen. Zumindest das Datum
24. Dezember.
Die Seiten der Wirtschaftsblätter und die
offiziellen Standesvertretungen sind schon jetzt
voller Erwartung. Ein Umsatzplus von über
drei Prozent wird erhofft, und die „Wiener
Wirtschaft" schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe,
Nr. 48 vom 1.12.2006, dass der Buchhandel zu Weihnachten über
100 % mehr absetzt und damit an dritter Stelle
nach dem Spielwarenhandel und dem Uhren- und Schmuckhandel
liegt. Diesbezüglich ist allerdings ein wenig
Skepsis angebracht, weil bereits im letzten Jahr
von einem erheblichen Umsatzzuwachs im Buchhandel
die Rede war. In Summe mag das zwar zugetroffen
haben, aber es ist nicht ganz unerheblich, wer
nun wieviel Umsatz gemacht hat. Große Buchhandlungen
und die Filialen von Buchhandelsketten, vor allem
in den Einkaufszentren am Stadtrand, punkten, während
der mittlere und der spezialisierte Einzelhändler
um die Ecke auf der Strecke bleibt. Oder wie eine
Kollegin es bedrückt formuliert hat: Es ist
eigentlich wurscht, was man in der SCS hinstellt,
dort verkauft sich alles.
Die Schwierigkeit, ein gut sortiertes Programm
anzubieten, hat seit der diesjährigen Frankfurter
Buchmesse eine neue Ebene erreicht: In Deutschland
gründeten die Buchhandelsriesen Weltbild,
seines Zeichen größtes deutsches katholisches
Medienhaus, und Hugendubel miteinander die DBH
Buchhandels GmbH, eine eigene Einkaufsgesellschaft,
und kauften sich auch gleich die beiden Barsortimente
Habel und Weiland. Damit haben sie die größte
und mächtigste Einkaufsgemeinschaft in Deutschland
gegründet und verweisen Thalia auf den dritten
Platz. Die Entwicklung einer eigenen Logistik,
die Konzentration auf das Marktgängige, der
Verkauf immer zahlreicherer Exemplare aus einer
immer kleineren Gruppe von Titeln und der Druck
zur Aufhebung des branchenüblichen Rabattsystems
sind die unvermeidlichen Folgen. Der Vertrieb anspruchsvoller
Literatur wird also noch schwieriger, der Absatz
wissenschaftlicher Bücher wird in noch weniger
Buchhandlungen möglich sein.
Auch die „Wiener Wirtschaft" sieht
das so, naturgemäß allerdings weniger
besorgt als unsereineR: „Der Buchhandel setzt
primär Kochbücher ab – sie werden
immer größer, schöner und aufwändiger.
Asiatische und Crossover-Küche sind heuer
besonders angesagt." (ebenda)
Was wünschen wir uns also zu Weihnachten?
Mehr Platz für wichtige Bücher! Und wir
stehen mit diesem Wunsch glücklicherweise
nicht allein da.
Der gute Zuspruch auf unser weitgespanntes wissenschaftliches
und unser anspruchsvolles literarisches Programm,
die Resonanz auf unser Konzept, nicht viele und
dafür gute Bücher zu machen, die positiven
reaktionen auf die persönliche Zusammenarbeit
mit unseren AutorInnen, den BuchhändlerInnen
und Ihnen, den LeserInnen, bestärkt uns darin,
auch 2007 weiterzuarbeiten und unseren Platz in
der deutschsprachigen Verlagslandschaft zu festigen.
Der Wunsch nach „Mehr Platz für wichtige
Bücher" ist auch der engagierten Literaturkritik
ein Anliegen, wie das nachfolgende Gespräch
mit Sigrid Löffler in den „Salzburger
Nachrichten" vom 25. November 2005 zeigt.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen frohe
Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Mehr Platz für wichtige Bücher
Die renommierte Kulturkritikerin Sigrid Löffler
machte sich im SN-Gespräch Gedanken über
den Buchmarkt und den Stellenwert der Kritik.
Hedwig Kainberger
Wien (SN). Sigrid Löffler, 1942 in Aussig
an der Elbe geboren und in Wien aufgewachsen, ist
als Publizistin, Kulturkorrespondentin und Literaturkritikerin
eine der populärsten Säulenheiligen ihrer
Zunft. Anlässlich der Buchwoche führte
sie mit den SN ein Gespräch.
SN: Sie beobachten seit vielen Jahren den Buchmarkt
und die Literaturkritik. Was ist heute anders als
vor zehn, 15 Jahren?
Löffler: Der Buchmarkt unterliegt einem dramatischen
Strukturwandel. Er hat sich homogenisiert, der
Verlage (darunter immer mehr transnationale Medien-Konglomerate à la
Bertelsmann/Randomhouse) uniformisieren ihre Programme
und suchen nur noch nach global vermarktbaren Mainstream-Büchern,
nach gedruckten „Hamburgern".
Das Leseverhalten hat sich gewandelt – weg
vom Durchleser, hin zum Überflieger, zum Häppchen-Leser,
zum Bücher-Zapper. Immer mehr Menschen lesen
so, wie sie fernsehen – sie zappen sich durch
die Bücher wie durch die TV-Programme. Damit
einher geht auch ein veränderter Stellenwert
der Literaturkritik: Der Großteil des Buchmarkt-Geschehens
spielt sich heute ohne Mitwirkung der Literaturkritik
ab. Literaturagenten sind die neuen mächtigen
Einfluss-Figuren im Hintergrund.
Die Wirksamkeit der Kritik ist auf zwei Kernbereiche
eingeschränkt – auf die Belletristik
im engeren und strengeren Sinn sowie auf das Qualitätssachbuch.
In den Kernbereichen sind Renommee und Urteilsmacht
der Kritik noch intakt.
SN: Die Verlage sind offenbar unter finanziellem
Druck. Warum werden trotzdem so viele Bücher
auf den Markt gebracht?
Löffler: Der Buchmarkt steckt in einer Überproduktionskrise,
aus der schwer herauszukommen ist. Weniger Bücher,
aber notwendigere – das wäre wünschenswert,
scheint aber momentan nicht realisierbar. Der Verdrängungswettbewerb
ist krass, die Marktbeschleunigung nimmt rasend
zu. Gerade weil der Buchmarkt unübersehbar
geworden ist, braucht es eine kompetente Literaturkritik,
die den Markt auf glaubwürdige Weise vorsortiert
und dem Leser bei der Orientierung hilft.
SN: Begriffe wie „Event", „Hype" oder „Star" sind
vom Pop in klassische Bereiche wie Theater, Oper
oder Bildende Kunst vorgedrungen. Gilt das auch
für die Literatur?
Löffler: Neuerscheinungen werden heute von
den Verlagen als „Events" inszeniert,
obwohl sich Bücher dafür herzlich schlecht
eignen. Bücher sind ja ihrem Wesen nach keine
Eintagsfliegen, keine Massenpublikumsveranstaltungen
wie Popkonzerte oder Filmpremieren. Bücher
sind intime Begegnungen mit einzelnen Lesern.
Bücher brauchen Zeit, um ihre Wirksamkeit
in den Köpfen zu entfalten und um sich herumzusprechen.
Trotzdem werden Autoren wie Popstars durch die
Medien gejagt, wie etwa Bastian Sick, der Sprachpfleger,
und Bücher werden als Skandale designt, wie
gerade diese fiese O.-J.-Simpson-Spekulation in
den USA. Ob der Hype dieses Herbstes um den französischen
Nazi-Massenmörder-Roman von Jonathan Littell
sich auch auf den deutschsprachigen Buchmarkt fortsetzen
wird, wird man sehen. Ich bezweifle es.
SN: Trotzt die Literaturkritik diesen Wandlungen?
Oder sind auch in der Kritik Änderungen zu
beobachten?
Löffler: Marketing-Journalismus und Service-Journalismus
drohen die unabhängige Kritik zu unterwandern.
Es besteht die Gefahr, dass sich die Kritik instrumentalisieren
lässt, als verlängerter Arm der Marketing-Abteilungen
der Verlage. Etwa, indem sie nur noch jene Bücher
wahrnimmt, um die der meiste Reklamerummel gemacht
wird, und nur noch Titel propagiert, die durch
Autoren-Prominenz, Auflagenhöhe und Werbeaufwand
ohnehin schon besondere Aufmerksamkeit auf sich
ziehen.
Die Literaturkritiker müssen aufpassen, dass
sie nicht durch kollektives Marktgeschrei und dauernden
unkritischen Zustimmungsjubel ihre Glaubwürdigkeit
beim Publikum verlieren.
SN: Was zeichnet gute Kritik aus?
Löffler: Kritik soll Lust auf Literatur,
auf Bücher machen und immer auch eine Leseanleitung
sein. Sie soll plausibel und nachvollziehbar sein,
möglichst brillant geschrieben, sie sollte
die Kriterien und Kategorien ihrer Beurteilung
immer auch mitliefern und so die Urteilskraft des
Lesers aktivieren. Das kritische Urteil soll streitbar
und begründet sein. Je besser begründet,
desto glaubwürdiger.
Vor allem sollte Literaturkritik einen Gegenkanon
aufstellen und als Markt-Korrektiv wirken, indem
sie auch Unbekannte aus kleinen Verlagen und Newcomer
präsentiert und vorzugsweise Bücher propagiert,
die keine Massenbasis haben. Und vom Druck des
Marktes sollte sich der Kritiker schon gar nicht
beeindrucken lassen. Kein Werbeaufwand macht Bücher
besser, als sie sind.
SN: Welche Aufgaben hätten Ihrer Meinung
nach Medien, insbesondere Tageszeitungen, im Umgang
mit Literatur? Wird diese einigermaßen erfüllt?
Welche Medien sind Ihrer Meinung nach vorbildlich?
Löffler: Bücher mögen ihre Funktion
als Leitmedium an die digitalen Medien verloren
haben, aber immer noch wird in der Verkehrsform „Buch" die
gesamte intellektuelle und künstlerische Innovation
der Welt transportiert. Neue Ideen werden nur durch
Bücher initiiert und verbreiten sich nur via
Buch, nicht via Fernsehen oder Internet.
Tageszeitungen sollten dieser Tatsache besser Rechnung
tragen, als sie es derzeit tun. Sie hätten
die Aufgabe, Podium zu sein für das Herausfiltern
und Herstellen einer öffentlichen Meinung
darüber, was von den durch Bücher transportierten
neuen Ideen wert ist, aufgenommen und erörtert
zu werden. Mehr Platz für wichtige Bücher
und Debatten, so müsste die Parole lauten.
SN: Gibt es Ihrer Meinung nach genug gute neue
Bücher?
Löffler: Es gibt mehr gute, anregende, kluge
und glänzende Bücher, als man glauben
möchte. Und für die unterhaltsame Welterkenntnis
sind sie unabdingbar und jederzeit zu Diensten.
SN: Was sind Neuerscheinungen, die Sie empfehlen?
Löffler: In diesem Herbst hatte ich besondere
Freude an Orhan Pamuks höchst ambivalenter
Liebeserklärung an seine Heimatstadt auf der
Kippe zwischen Ost und West: „Istanbul. Erinnerungen
an eine Stadt" sowie an Joan Didions Hohelied
der Liebe zu ihrem verstorbenen Mann: „Das
Jahr magischen Denkens". Und Gary Shteyngarts
russisch-amerikanischer Schelmenroman „Absurdistan" (leider
mit dem blöden deutschen Titel „Snack
Daddys abenteuerliche Reise") ist unvergleichlich
witziger und politisch intelligenter als der hirnlos
gehypte Film „Borat".
Das Gespräch erschien in den „Salzburger Nachrichten“,
25. November 2006. Das Gespräch führte
Hedwig Kainberger.
Dezember 2006
Präsentation von Margarita Fuchs
[Edition Garamond] Margarita Fuchs präsentierte am 16. November
2006 ihr neues Buch „Ich träumte weiß“ mit
Gedichten und Kurzgeschichten im Salzburger Künstlerverein.
Dazu und zum Buch von Margarita Fuchs schrieb
Anton Thuswaldner unter dem Titel „Bücher
lesen und anschauen“ in den „Salzburger
Nachrichten“:
Eine Lyrikerin aus Salzburg! Margarita Fuchs
gehört nicht zu den schrillen Stimmen im
Land. Sie bewahrt sich die Aufmerksamkeit für
die kleinen, auch unscheinbaren Dinge, die sofort
an Bedeutung gewinnen, wenn man ihnen verstärkt
ihre Aufmerksamkeit schenkt. Die Gedichte des
Bandes „Ich träumte weiß" (Edition
Garamond) sind ihrer unmittelbaren Wahrnehmung
abgerungen. Die Autorin verfügt über
den Blick, der es vermag, hinter dem, was wir
für normal zu nehmen bereit sind, das Abgründige,
Skurrile, Fragwürdige auszunehmen.
Salzburger Nachrichten, „Bücher
lesen und anschauen“ von Anton Thuswaldner,
16. Dezember 2006
mehr
zum Buch
mehr
zur Lesung
Präsentation von „bokuINSIDE II“
November 2006
Die Präsentation von „bokuINSIDE II“,
der nachhaltigen Ergebnisse der Responsible University
der BOKU-Forschungsstimulierung II
fand am Mittwoch, den 22. November 2006
von 14.00 bis 18.00 Uhr auf der
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor Mendel-Strasse 33
A-1180 Vienna, Austria
im Festsaal statt.
.
mehr
Buchmesse Frankfurt 2006
Auch dieses Jahr waren wir wieder auf der Buchmesse
in Frankfurt und präsentieren vom 4. bis zum 8.
Oktober 2006 unsere aktuellen Neuerscheinungen.
Wir konnten zahlreiche und interessante Gespräche
führen und neue spannende Projekte auf den Weg
bringen.
Oktober 2006
Lesung
und Präsentation von Margarita
Fuchs und Gerlinde Weinmüller
im Literaturhaus Salzburg
[Edition Garamond] Am Donnerstag, den 5. Oktober 2006 lasen unsere
beiden Autorinnen Margarita Fuchs und Gerlinde
Weinmüller im Rahmen von „Bücherherbst:
Neue Bücher – Neue Texte“ aus
ihren neuen Gedichtbänden im Literaturhaus
Salzburg.
mehr
zum Buch von Margarita Fuchs
mehr
zum Buch von Gerlinde Weinmüller
mehr
zur Lesung
Juli 2006
Präsentation Margarita Fuchs
[Edition Garamond] Margarita Fuchs las Lyrik und Prosa im Rahmen
der
Ausstellung „Frauenzimmer-Update“ – 7 Blicke auf die Frau
von heute.
Veranstaltet von der Künstlergruppe “Die Burg“, am
Donnerstag, den 13. Juli 2006, 20.00 Uhr im
Liebenweinturm, Burg 18, D-84489 Burghausen
Juni 2006
Lesung Bruni Blum aus ihrem in der zweiten Auflage
erschienenen Gedichtband „In die Einsamkeit
gefragt“
[Edition Garamond] Bruni Blum las aus ihrem Gedichtband anlässlich
der Präsentation des neuen Hefts der „Mnemosyne.
Zeitschrift für jüdische Kultur" am
1. Juni 2006 um 19.30 Uhr im Jüdischen Museum
Wien.
Jüdisches Museum der Stadt Wien
Dorotheergasse 11
A-1010 Wien
1010 Wien
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 |
Parkett der Farben – Lyrischer
Abend der Edition Garamond
Die Edition Garamond bemüht
sich seit Jahren als kleine und unabhängige
literarische Edition um Lyrik.
Bericht vom „Parkett
der Farben“ am 28. April 2006
Am 28. April 2006 veranstaltete die
Edition Garamond im Polycollege Stöbergasse
ihr „Parkett der Farben“.
Im traditionsreichen Rahmen der Stöbergasse,
unseres Wissens die längstens aktive
Volkshochschule in Wien, lasen drei Autorinnen
aus ihren lyrischen Arbeiten. Der schöne „Große
Saal“ – viele WienerInnen
werden sich noch an die bewegenden Kinoabende
bis in die neunziger Jahre dort erinnern – bot
einen atmosphärisch dichten Rahmen
für den weitgespannten Raum der
Gedanken, Bilder und Farben, die sich
dem interessierten Publikum boten. Gerlinde
Weinmüller las aus ihrem
druckfrischen Gedichtband „Verfallen“,
Bruni Blum aus ihrem dieser Tage in zweiter
Auflage erschienenen Band „In die
Einsamkeit gefragt“ und Margarita
Fuchs führte uns durch ihr jüngstes
Buch „Talentierten Labyrinthe“.
Anschließend nutzten mehrere Gäste bei unserem kleinen Buffet
die Möglichkeit, mit den Autorinnen über die eben gehörten
Gedichte zu sprechen. Daneben tauchte beim Plaudern die spannende Frage
auf: „Seit wann gibt es im Deutschen die Groß- und Kleinschreibung?“ Inzwischen
kann ich sie beantworten: Die Groß- und Kleinschreibung hat sich
in den drei Jahrhunderten nach Gutenberg durchgesetzt und wurde um etwa
1800 in den großen Wörterbuchvorhaben wie von Adelung vereinheitlicht.
Wir freuen uns sehr, mit dem „Parkett der Farben“ das Interesse
nicht weniger Gäste geweckt zu haben, und sehen darin ein Zeichen,
dass Lyrik auf gar keinen Fall unterschätzt werden sollte. Als besonders
ermutigend empfinden wir die Feststellung von Bruni Blum, einer unserer
Lyrikerinnen, die uns einige Tage später erreicht hat:
„ Bei der Lesung habe ich mich gut aufgehoben gefühlt und viel Sympathie
und Verständnis verspürt. Vielen Dank für die Chance zu lesen!“
Und weil auch an dieser Stelle die Lyrik selbst zu Wort kommen soll, das
Lieblingsgedicht von Bruni Blum des Verlegers.
Gestehe
Gestehe, dass du müde bist
von deiner langen Reise
über sonndurchglühte Wüstenberge
komm, und komm ganz leise.
Lass deine Schritte zu mir finden
und schenke mir Vertrauen,
versuch nicht zu ergründen,
was jenseits liegt von weiten Auen.
Die Spuren deiner Wanderschaft
sind längst verweht.
Erkenne, dass du hilflos bist.
was hattest du ersehnt?
Wir freuen uns schon auf das nächste
Parkett!
Ihre Edition Garamond |
April 2006
Präsentation und Lesung Gerlinde Weinmüller
[Edition Garamond] Gerlinde Weinmüller präsentierte am
Freitag, den 21. April 2006 um 20 Uhr ihr nunmehr
drittes Buch, den Gedichtband "Verfallen", der
so wie die vorhergegangenen Bücher auch in unserer
Edition Garamond
erschienen ist.
mehr
Zwei Lesungen am
8. März 2006 von Margarita Fuchs
[Edition Garamond] Gleich zwei Lesungen absolviert unsere Autorin
Margarita Fuchs am 8. März 2006 in Salzburg:
15.00
Lesung in der Buchhandlung Thalia
Thalia Buch & Medien GmbH
Europastraße 1
5020 Wien
17 Uhr
Lesung beim Frauentag im Europark
Frauentag im Europark
Oval im Europark
Dezember
2005
Christian Weingartner
in der Alten Schmiede, Wien
[Edition Garamond] Christian Weingartner liest in der Reihe „Textvorstellungen“ aus „Vom
Fallen des Schnees im August“ im Literarischen
Quartier Alte Schmiede gemeinsam mit Traude Korosa,
Axel Karner und Reinhold Aumaier
Dienstag, 20.12.2005, 19 Uhr
Literarische Quartier Alte Schmiede
Schönlaterngasse 9
1010 Wien
November 2005
Lesung Eva
Bauer: Die Jahrhundertreise
[Verlag Liber Libri] Mit besondere Freude dürfen wir darüber
informieren, dass unsere Autorin Eva Bauer aus ihrem
Buch „Die Jahrhundertreise“ in ihrem ehemaligen
Gymnasium lesen wird.
Eva Bauer
Die Jahrhundertreise
Roman
Lesung
Freitag, den 18. November 2005, 12 bis 13 Uhr
Festsaal
Wiedner Gymnasium
Wiedner Gürtel 68
1040 Wien
Gäste sind willkommen. Um Voranmeldung an den Verlag wird gebeten.
mehr
zum Buch
Stoßen wir an auf „Proust"!
November 2005
Manchmal hat man während der Buchmesse und
auch danach das Gefühl, dass viele Verleger
Bücher eigentlich gar nicht lieben. Viele
Verlage probieren es mit einer mehr als weniger
witzigen Marketingidee, und manche Verlagsprogramme
sind deutlicher Ausdruck des sich langsam zu Tode
laufenden Prinzips „Sex sells". Daran ändert
sich auch dann nichts, wenn die entsprechende Verlegerin
damit ihr 20-jähriges Jubiläum feiert.
Von unserem Verlag und seinen MitarbeiterInnen
ist im Gegensatz dazu bekannt, dass wir jede erdenkliche
und sich bietende Möglichkeit nutzen, um uns
mit Büchern zu amüsieren, und so hat
auch die diesjährige Buchmesse mit dem Gastland
Korea zahlreiche Höhepunkte und Gespräche,
die wir lange nicht vergessen werden, geboten.
Zupass kommt uns dabei natürlich auch, dass
wir nach der Buchmesse, vor allem im Ruhrgebiet,
immer wieder Kolleginnen und Kollegen im Buchhandel
besuchen. Besonders haben wir uns auf das seit
langem geplante Abendessen mit Peter Kolling gefreut,
der mit seiner Kollegin vor vier Wochen in der
Essener Stadtmitte eine neue Buchhandlung eröffnet
hat: die Buchhandlung „Proust".
Um es gleich vorwegzunehmen: „Proust" ist
ein ambitioniertes und anspruchsvolles Projekt,
das sich durch große Fachkenntnis, engagiertes
Buchhändlertum und ein attraktives Geschäftskonzept
mit einer spannenden Präsentation der Bücher
auszeichnet. Und das in Zeiten wie diesen! Aktuelle
Neuerscheinungen in Hardcover und ausgesuchte Taschenbuchausgaben,
deutschsprachige und internationale Belletristik,
Literatur und Literaturkritik und die wichtigsten
politischen Bücher zu den Fragen unserer Zeit
und Gesellschaft. Dazu gibt es eine exklusive CD-Abteilung
mit den Schwerpunkten Jazz und Lateinamerika, um
die passende Musik zum Lesen gleich mit nach Hause
nehmen zu können.
Österreich ist ebenfalls präsent: Obwohl
ich persönlich auf den „Austro-Koffer" verzichten
kann, weil ich mit eigenem Gepäck reise, steht
er dort zum Kauf bereit, österreichische AutorInnen
sind gegenüber anderen Buchhandlungen (auch österreichischen!) überproportional
gut vertreten, und in der bereits erwähnten
CD-Abteilung findet sich manches Zuckerl, z. B.
von „Weatherreport". Besonders hätte
ich mich gefreut, wenn ich in der CD-Abteilung
zusätzlich zur CD „That's what I say",
auf der John Scofield Ray Charles spielt und die
ich natürlich gleich erstanden habe, auch
einige Scheiben von Medeski, Martin and Wood gefunden
hätte. Oder vielleicht sogar etwas Rares von
Brian Eno oder Bronski Beat. Aber das ist eigentlich
gar nicht mehr Jazz. Und es schmälert in keiner
Weise das bisher Gesagte. „Proust" ist
im Aufbau, das Angebot wird zügig erweitert,
und wir dürfen gespannt sein, was diese schöne
Buchhandlung uns in Zukunft an Lesungen und Präsentationen
bieten wird.
Und wir dürfen nicht vergessen, „Proust" und
seine BetreiberInnen zu unterstützen: Wenn
wir im langweiligen und dürftigen (Buch-)Allerweltseintopf
nicht mehr wissen, ob wir im Erdgeschoss von Baedeker
oder lieber im zweiten Stock der „Mayerschen" oder überhaupt
gleich bei Thalia stehen (österreichische
LeserInnen dürfen an dieser Stelle an Libro
und Amadeus denken), dann sollten wir zu „Proust" gehen.
Oder uns am besten gleich jeden Umweg ersparen.
Denn Kaffee gibt es dort auch, und dazu köstliche
Schokolade von Zotter (richtig: wieder ein Österreicher).
Keine Sorge: Ich werde meiner Wiener Lieblingsbuchhändlerin,
Frau Edith D., nicht untreu werden, aber wenn ich
im Ruhrgebiet bin, dann besuche ich in Zukunft
als erstes Peter Kolling und seine engagierten
und ambitionierten Kolleginnen und Kollegen.
Günter Grass war auf einer seiner Lesereisen
einmal in Essen, und es hat ihm „trotzdem" gefallen. „Warum – weiß ich
nicht mehr so genau", schrieb er später. „Vielleicht
weil Essen im Ruhrgebiet liegt und diese gebrochene
Landschaft so primär nach Literatur schreit." Mit „Proust" hat
Essen nun eine würdige und kompetente Antwort
bekommen. Am Handelshof 1, zwei Gehminuten vom
Essener Hauptbahnhof entfernt, die Kettwiger hinunter
und dann gleich rechts. Gehen Sie hin! Sobald wie
möglich!
Oktober 2005
Rezension zu Margarita Fuchs „Talentierte
Labyrinthe“
[Edition Garamond] Zu einer unserer Neuerscheinungen in diesem
Jahr, dem Lyrikband von Margarita Fuchs „Talentierte
Labyrinthe“ schrieb Anton Thuswaldner in
seiner Rubrik den „Sechs beste Bücher“:
Literarische Anspielungen versteckt die Salzburger
Autorin Margarita Fuchs gar nicht klammheimlich.
Wenn sie ein Gedicht „die schöne stadt“ nennt,
stellt sie einen Bezug zu Georg Trakl her. Sie
misst sich nicht kraftmeiernd mit ihm. Wo bei
Trakl „alte Plätze sonnig schweigen“,
trifft sie auf ein Touristenzentrum, wo „freudig
und sogar sonnig“ sich Menschen eine Stadt
zu eigen machen. Die Gedichte von Fuchs weisen
einen Schmerzpunkt auf, der das Schreiben erst
zu einer Notwendigkeit macht (Edition Garamond).
Salzburger Nachrichten, Sechs beste Bücher,
15. Oktober 2005
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zum Buch
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zur Lesung
Frankfurter Buchmesse
Oktober 2005
Auch dieses Jahr waren wir wieder auf der Buchmesse
in Frankfurt und präsentierten vom 19. bis 23.
Oktober 2005 unsere Neuerscheinungen und die Backlist.
Die zahlreichen schönen Gespräche mit AutorInnen,
BuchhändlerInnen und vor allem LeserInnen werden
uns, zusammen mit dem hervorragenden Auftritt des diesjährigen
Gastlands Korea, lange in Erinnerung bleiben. Und sie
haben uns Anstöße geboten, für neue
Bücher, Ideen für interessante Projekte und
... Bleiben Sie dabei! Wir freuen uns über Ihr
Interesse.
Oktober 2005
Lesetermin Veronika Pernthaner
[Edition Garamond] Kurz vor Beginn der Buchmesse dürfen wir
Sie heute noch über einen ganz aktuellen
Lesetermin informieren:
Veronika Pernthaner
liest mit musikalischer Begleitung von Eva Kastner
und Matthias Hochradl aus ihren beiden Gedichtbänden „Wünsche“ und „Herzstreifen“.
HPP Wimmer, inzwischen arrivierter Künstler
in Salzburg, der auch das erste Buch von Veronika
Pernthaner illustriert hat, stellt seine Werke
aus.
Veronika Pernthaner
„Herzstreifen“/„Wünsche“
Gedichte
Lesung
Samstag, 19.11.05, 20 Uhr
5091 Unken
Raika-Veranstaltungssaal
Musikalische Begleitung: Eva Kastner, Harfe
Matthias Hochradl, Saxophon
Ausstellung: HPP Wimmer, Aquarelle
Eine Veranstaltung des Salzburger Bildungswerkes.

Ö 1 gehört(e) gehört! Besonders
am 8.7.2005
[Edition Garamond] Am Freitag, dem 8. Juli 2005, konnten Sie
in der Sendung „Nachtbilder“ in Ö 1
von 0:05 bis 1:00 Uhr Gedichte von Margarita
Fuchs aus ihrem soeben erschienenen Buch „Talentierte
Labyrinthe“ hören.
Margarita Fuchs bebildert in ihren vielschichtigen
Gedichten das Leben und liefert Anstöße,
dem großen Gestus zu misstrauen und Gefühle
in einem anderen Kontext entstehen zu lassen.
Sie geht daran, Innen- und Außenwände
mit präziser Gegenständlichkeit oder
unverblümter Poesie zu betexten.
Wir freuen uns gemeinsam mit unserer Autorin über
die zahlreichen positiven Reaktionen.
Helden, Bösewichte und
Visionäre
„Bizarrer kann die Situation vor dem Start
des letzten großen „StarWars"-Teils
nicht sein", schrieb mir letzthin mein Internet-Provider
in seinem Newsletter. Da wisse man schon alles über
Luke Skywalker und Prinzessin Leia, Yoda, die Droiden
und die Jedi-Ritter und fiebere doch wieder der
neuen (und letzten) Episode von „Star Wars"
entgegen. Und er warnt auch gleich vor den schädlichen
Folgen: „Die letzte Seite in einem Buch, die
letzte Folge einer Fernsehserie oder eben auch die
letzte Episode einer Weltraumsaga sind immer eine
zweischneidige Angelegenheit. Echte Fans stehen
in solch einer Situation vor einem richtigen Problem.
Das Problem heißt 'Was jetzt?' und fühlt
sich zunächst mal an wie ein großes,
schwarzes Loch – ganz ähnlich dem Gefühl,
das einen nach einer verflossenen Liebe befällt."
Auch wenn man Bücher immer wieder lesen kann,
CDs immer wieder hören und DVDs immer wieder
sehen kann, so stelle sich doch nicht das Gefühl
wie beim ersten Mal ein. „Denn die Wiederholungen
fühlen sich einfach nicht mehr 'echt' an, sind
mehr 'erinnern' als 'erleben'. So lange hat man
mitgefiebert, gelebt und gelitten, und nun soll
das alles vorbei sein?"
Aber ist das wirklich der Fall? Oder ist das vielleicht
nur bei den modernen Hollywood-Filmspektakeln so?
Ich selbst kenne einige Fans, die sich die „Rocky
Horror Picture Show" unzählige Male angesehen
haben, und einige meiner besten FreundInnen sitzen
immer dann vor dem Fernseher, wenn „Eins,
zwei, drei", „Casablanca" oder die
„Bluesbrothers" wiederholt werden. Und
es gibt Vorbilder für das Immer-wieder-Genießen
von Filmen, aber auch von Büchern wie den früheren österreichischen
Bundeskanzler Bruno Kreisky, der bei seiner Flucht
ein einziges Buch mitgenommen hatte und dieses immer
wieder und stets mit großem Enthusiasmus gelesen
hat: „Der Mann ohne Eigenschaften" von
Robert Musil. Aber es müssen nicht gleich literarische
Schwergewichte sein, die immer wieder begeistern
können. „Liest man Momo (wieder), erlebt
man eine Sternstunde." So die Zeitschrift „Zeitzauber"
bei der Wiederveröffentlichung von Michael
Endes „Momo".
Ich selbst lese oft Bücher zum zweiten Mal,
manchmal höre ich mit der Lektüre eines
Buchs auf und setze später wieder fort. Wenn
ich für das Thema mehr Ruhe habe, z. B. für
einen Kriminalroman von Alexandra Marinina oder
wenn mir bei einem Band mit Kurzgeschichten einige
Geschichten nicht mehr gefallen und ich es später
noch einmal mit dem ganzen Buch versuchen will.
Und manchmal vergehen dazwischen auch 30 Jahre.
So geschehen bei Hermann Kahns und Anthony Wieners
„Ihr werdet es erleben". Ich hatte mir
das Buch als Siebzehnjähriger bei seinem
Erscheinen aus der Mülheimer Städtischen
Bibliothek ausgeborgt, zu lesen begonnen und
... kein einziges
Wort verstanden. Das ist für einen Siebzehnjährigen
wahrscheinlich verzeihlich, und ich denke, dass
es auch heute kein Fehler ist, es sich einzugestehen,
wenn man etwas nicht versteht. Kurz vor Weihnachten
2004 habe ich das Buch zufällig in der gleichen
Ausgabe in einem Wiener Antiquariat entdeckt. Es
war nicht billig, aber es trug die Anmerkungen
eines
eifrigen und aufmerksamen Lesers, nämlich
die von Wolfgang Kraus. Also habe ich
es als frühes Weihnachtsgeschenk für
mich gekauft und lese es nun und verstehe allmählich,
was ich vor dreißig Jahren nicht verstanden
habe. Nicht immer alles, nicht immer sofort,
aber
inzwischen kann ich mit der Technikbegeisterung
vieler Menschen und vor allem vieler Zukunftsforscher
besser umgehen und das hilft ein bisschen.
Die Spannung hat sich nicht abgenutzt, meine Freude
über die Lektüre ist groß. Ein bisschen
getrübt wird diese Freude allerdings über
das Antiquariat, das leider von einer manchmal grantigen
und unberechenbaren Dame geführt wird. Das
erhöht die Schwelle ein wenig, öfter hinzugehen
und zu stöbern, ob ich wieder ein Buch finde,
das ich noch einmal lesen möchte. Die traurige
Folge dieser Haltung, die manche VerlegerInnen,
BuchhändlerInnen und BuchliebhaberInnen gegenüber
anderen Menschen zeigen, ist dann auch, dass sich
noch mehr Menschen vom Buch abwenden und im besten
Fall (nur noch) im Internet nach „ihren Abenteuern
im Kopf" (André Heller) suchen.
Juni 2005
Lesung Peter Theurer: Ministerialrat Sedlmeyer
[Verlag Liber Libri] Peter Theurer liest wieder aus seinem Satirenband über
die Wiener Hochbürokratie „Ministerialrat
Sedlmeyer und der Kokospalmen-Orden“ am Mittwoch,
den 8. Juni 2005. Wo? Im Café Prückel natürlich,
das auch einen wichtigen Platz im Leben seiner Ministerialbeamten
einnimmt.
mehr
zum Buch
Haben Tiere ein Bewusstsein?
Mai 2005
Diese heiß diskutierte Frage versucht Martin
Balluch in seinem Buch „Die Kontinuität
von Bewusstsein. Das naturwissenschaftliche Argument
für Tierrechte“ zu beantworten.
Professor Franz M. Wuketits über Martin Balluch: „Seine
Arbeit ist aber nicht bloß eine Zusammenfassung
bereits vorhandener Literatur, sondern zeichnet sich
durch den groß angelegten Versuch einer Synthese
aus. In der Tat wurde ein so umfassendes, auf so breiter
Basis entwickeltes Argument für Tierrechte selten
dargelegt. Selbst dort, wo man mit Herrn Balluch nicht
unbedingt übereinstimmen will, muss man seine
Bemühungen und seine Sachkenntnis würdigen.“
Zahlreiche Reaktionen sind bis jetzt auf Martin Balluchs
gefolgt. Wobei diese Reaktionen auch zeigen, dass es
möglich ist, mit einer naturwissenschaftlich-theoretischen
Arbeit den engen Diskurs der Wissenschaft zu überwinden.
Unterstützung und Hilfestellung auch hier zu geben,
gehört unserer Ansicht nach mit zu den wichtigsten
Agenden eines wissenschaftlichen Verlags.
mehr
Forschungen zur Berufs-
und Lebenssituation gehörloser Frauen
März 2005
Das Forschungsprojekt VITA erkundet die Berufs- und
Lebenssituation gehörloser Frauen im Raum Wien
und Umgebung, das Projekt PERSPEKTIVA nimmt sich der
Lebenssituation blinder und hochgradig sehbehinderter
Frauen an. Damit wird Neuland beschritten, denn bisher
wurde überwiegend geschlechtsneutral gedacht,
tatsächlich ist die Situation behinderter Männer
und Frauen jedoch genauso unterschiedlich wie die Situation
von Männern und Frauen im Rest der Bevölkerung.
Die Landestelle Wien des Bundessozialamts war der
Auftraggeber der beiden Studien, mit denen die Lebens-
und Arbeitssituation von sinnesbehinderten Frauen in
Wien untersucht wurde. Informationen zum Bundessozialamt
finden Sie
hier.
Frühjahr
2005
Neu im Programm der Edition Garamond: CD-Veröffentlichungen
Texte hörbar machen, Musik in die Nähe
der Sprache rücken – mit der Veröffentlichung
von CDs bietet die Edition Garamond ihren AutorInnen
ab sofort die Möglichkeit, ihr Werk akustisch
abzurunden, und MusikerInnen eine attraktive
Plattform in unmittelbarer Nähe zum gedruckten
Buch.
mehr
Das Böse II: Die
Preisbindung von Büchern und ihre Folgen
Die Freude über die Entscheidung der Brüsseler
Kommission, den Beschluss über die Aufhebung
der Preisbindung für Bücher zu vertagen,
war nur kurz, weil die Probleme, die der deutschsprachige
Buchhandel und das Verlagswesen seit langem haben,
ohnehin größer sind, als man sich gemeinhin
vorstellt. Wir möchten hier die wichtigsten
Argumente für die Beibehaltung der Preisbindung
- wie in der aktuellen Kurzfassung des Hauptverbandes
des Österreichischen Buchhandels - noch einmal
wiedergeben, damit auch Sie sich davon überzeugen
können, dass die Beibehaltung der Preisbindung
auch für Sie als LeserIn von großem Interesse
ist.
1. Die Preisbindung sichert niedrige Buchpreise.
2. Die Preisbindung sichert die flächendeckende
Versorgung mit Büchern.
3. Die Preisbindung sichert die Existenz des unabhängigen
Buchhandels.
4. Die Preisbindung sichert die Vielfalt des Angebotes.
5. Die Preisbindung sichert die Flexibilität
des momentanen Systems.
6. Die Preisbindung sichert die Vielfalt des literarischen
Programms.
Wie schon angedeutet, lassen sich zu den einzelnen
Punkten sicher Anmerkungen machen, und es wird mit
oder ohne Preisbindung einiger Anstrengungen bedürfen,
den Bestand an Buchhandlungen und Verlagen in Zukunft
zu sichern. Dass dazu auch die Verbesserung und
Evaluierung des Buchangebots („Ist das 1001.
italienische Kochbuch wirklich veröffentlichungswürdig?"),
eine konsequente Qualitätssicherung des literarischen
Programms („Müssen wir den Roman von
XY lesen, nur weil er/sie RedakteurIn beim Fernsehsender
Z ist?"), das ernsthafte Eingehen auf neue
technologische Entwicklungen („Muss ein Verleger
immer 3000 Exemplare eines Buchs drucken, damit
die Stückkosten günstig sind?") und
ein Überdenken traditioneller verlegerischer
Aktivitäten („Viel Lärm um nichts.")
und buchhändlerischer Ambitionen („Hauptsache,
das Lager dreht sich!") notwendig sind, wird
sich dabei immer deutlicher herausstellen. Und über
allem sollte man bei der gesamten Diskussion nicht
vergessen, dass die Beibehaltung der Preisbindung
nicht bedeuten kann, dass Bücher von vornherein
Produkte sind, mit denen man kein Geld verdienen
darf. Denn die Veröffentlichung von Büchern
durch Verlage und ihr Verkauf in Buchhandlungen
muss selbst dann, wenn man bereit ist, sie als kulturell
wertvoll einzuschätzen, ebenso wie alle anderen
Wirtschaftstätigkeiten ökonomischen Notwendigkeiten
folgen. Die Produktion und die Verbreitung von Kultur
kann nicht kostenlos sein, weil es das Leben für
die AutorInnen, BuchhändlerInnen und VerlegerInnen
auch nicht ist.