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Buchcover Doris Hofner-Foltin, Gemüse beisst nicht, Tier-geschichten, Verlag Liber Libri
Geschichten

Heitere und rührende Geschichten über Tiere und ihre Menschen

Doris Hofner-Foltin
Gemüse beißt nicht

Geschichten vom Tierparadies Schabenreith
Mit Rezepten von Willibald Stroblberger

152 Seiten, 20,3 x 14 cm, Broschur
Euro 24,80/sfr 45,00
ISBN 3-85481-030-X
Verlag Liber Libri

Über das Buch

Auf dem Gnadenhof Schabenreith, wo Doris Hofner-Foltin und ihr Mann unerwünschten, ausgesetzten und gequälten Tieren ein Heim geben und gut für sie sorgen, ereignen sich viele heitere, rührende und ermutigende Episoden. Damit nicht nur die Gäste und FreundInnen des Hofes daran Anteil haben, hat die „Bergbäuerin“ sie aufgeschrieben, mit köstlichen vegetarischen Rezepten ausgestattet und mit schönen Fotos der zwei- und vierbeinigen BewohnerInnen des Hofes illustriert.

Die erprobten vegetarischen Rezepte von Willibald Stroblberger zeigen, wie gut, leicht und wohlschmeckend die Ernährung ohne Tierleid ist.

Die Autorin des Buchs "Gemüse beißt nicht" mit dem Oferd Semmelweis.
Leseprobe

Das Weihnachtsgeschenk
(Auszug)

Ich bin ein rosarotes, sehr gepflegtes Minischwein, denn auf mein Äußeres lege ich größten Wert. Mein Name ist Frau Loubé.
Lange Zeit lebte ich in Wien in einer ganz kleinen Gemeinebauwohnung im 10. Stock. Gekauft wurde ich als Baby, und meine Besitzer waren entzückt von mir, aber sie wollten nicht glauben, dass auch Minischweine wachsen.
Ab dem Zeitpunkt des Erwachsenwerdens liebte man mich nicht mehr, ganz im Gegenteil, man misshandelte mich, und ich war zu dieser Zeit sehr, sehr unglücklich.
Ich weiß nicht, wer von den Nachbarn beim Wiener Tierschutzverein angerufen hat, es muss wohl ein Engel gewesen sein. Dieser Engel zeigte meinen Besitzer an, und bald darauf holte man mich mit der Tierrettung ab.
Eines Tages, es war noch ganz früh am Morgen, hörte ich, wie zwei Tierpflegerinnen miteinander sprachen. „Morgen kommen das kleine Hausschwein und das Minischwein weg, dann haben wir wieder zwei freie Boxen." Ich war verstört, man sprach von mir, aber ich hörte nicht, wohin wir kommen sollten. Wieder in eine Wohnung oder vielleicht auf den Schlachthof?
Am nächsten Tag nahm das Schicksal seinen Lauf.
Das kleine Schweinchen und ich hörten unbekannte Stimmen. Ich zitterte am ganzen Körper. Nicht so das kleine Hausschwein, das sofort ganz neugierig die beiden Menschen betrachtete.
Ganz gschaftig hüpfte es um die Hofners und zeigte sich von seiner besten Seite. Auch tragen ließ es sich und rüsselte mit Doris in einer Art und Weise herum, die nicht mehr ganz jugendfrei war.
Dann war es soweit, wir wurden in den Pferdeanhänger, den sich Harald und Doris ausgeborgt hatten, verladen, und los ging es, in eine ungewisse Zukunft.
Nach langer Fahrt waren wir am Ziel, und wieder wurden wir ausgeladen und in den Stall gebracht.
Die ganze Zeremonie wurde von wildem Hundegekeife begleitet, und ich kann Ihnen sagen, dieser Lärm ging mir gewaltig auf die Nerven.
Es keiften ja nicht nur die Hunde, sondern da lärmten Pfaue, Schweine, Pferde, Schafe, Ziegen und viele mehr. Jeder hatte etwas zu erzählen, und jeder nahm sich hier so wichtig. Ich habe noch nie so eine ausgeflippte Tierbande erlebt, nicht einmal im Wiener Tierschutzverein ...

Doris Hofner-Foltin: "Gemüse beißt nicht", Geschichten vom Tierschutzhaus Schabenreith, Neuerscheinung 2004, Verlag Liber Libri
Doris Hofner-Foltin

Über die Autorin

Doris Hofner-Foltin wurde 1957 in Wien geboren und besuchte verschiedene Schulen. Ihre Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin weckte auch ihr Interesse am Photographieren. Die Rettung des ersten Pferdes wurde für sie zum Schlüsselerlebnis. Seit 1993 betreiben sie und ihr Mann einen Gnadenhof, in dem arme Tiere ein schönes Zuhause finden. Das aufregende Leben im Tierparadies Schabenreith beschreibt Doris Hofner-Foltin in nunmehr drei Büchern und zeigt die zwei- und vierbeinigen BewohnerInnen auch auf äußerst lebensechten Photographien.

  Die Autorin Doris Hofner-Foltin bei der Präsentation ihres Buchs im Palais Eschenbach mit Kammerschauspieler Freddie Schwardtmann. Verlag Liber Libri Wien.
Doris Hofner-Foltin bei der Präsentation ihres Buchs im Palais Eschenbach mit Kammerschauspieler Freddie Schwardtmann.
 

Kurz vor Weihnachten 2005 erreichte uns der folgende Artikel aus der Zeitschrift „Brigitte“ über das Buch „Gemüde beißt nicht“ von Doris Hofner-Foltin und ihr Tierparadies Schabenreith:

Das Tierparadies Schabenreith

Auf den ersten Blick ist es die reine Idylle: Schweine, Pferde, Hühner, Hunde, Katzen, Schafe, Ziegen und sogar Pfaue tummeln sich friedlich auf dem alten Bauernhof in Oberösterreich. Doch die tierischen Bewohner auf Schabenreith sind besonders: Es handelt sich um alte, kranke, misshandelte oder verstoßene Tiere und Hühner aus Legebatterien, die hier ein neues Zuhause gefunden haben und nun ihr Leben in Freiheit genießen. Das engagierte Ehepaar Doris und Harald Hofner-Foltin hat 1993 diesen „Gnadenhof" gegründet und zum kleinen Tierparadies wachsen lassen. Zwölf Schützlinge waren es damals, fast 200 sind es jetzt, die auf dem neun Hektar großen Gelände täglich gefüttert, gepflegt und liebevoll betreut werden. Das private Projekt finanziert sich durch Tierpaten, Spender und Vereine sowie den Erlös der Bücher, die Doris Hofner-Foltin über ihren Alltag geschrieben hat, und den Verkauf ihrer köstlichen, selbst gemachten Marmeladen. Der Hof, auf 800 Metern auch landschaftlich schön gelegen, ist organisch-biologisch bewirtschaftet und für Gäste offen. In der Frühstückspension mit gemütlichen Zimmern und vegetarischem oder veganem Bio-Frühstück können Tier- und Wanderfreunde Urlaub machen und hautnah am Leben auf Schabenreith teilnehmen, das Kindern wie Erwachsenen einmalige Eindrücke beschert, etwa wenn man mit der Ziege oder dem Hund des Hauses unterwegs ist. Robuste Kleidung ist aber angeraten, wenn man alles vor Ort kennenlernen will. Daheim kann man die tierischen Erlebnisse auch im aktuellen Buch „Gemüse beißt nicht" nachlesen und so das Projekt finanziell unterstützen.“

  Zum Tierparadies Schabenreith