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„Epoema – Das europäische Gedicht" ist eine Initiative für das europäische Gedicht und ein Beitrag zu einer gemeinsamen, solidarischen und friedvollen Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft und „alten“ und „neuen“ Mitgliedstaaten und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

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25. juli 2005 – Das europaische Gedicht

Ingibjörg Haraldsdóttir

Porträt Ingibjörg Haraldsdóttir, Epoema - Das europäische Gedicht

Ingibjörg Haraldsdóttir
wurde 1942 in Reykjavík geboren. Seit 1976 lebt sie nach 12jährigem Auslandsaufenthalt (Moskau/Kuba) wieder in Reykjavík. Sie übersetzt russische und lateinamerikanische Literatur ins Isländische (Dostojewskik, Neruda u. a.). 1974 erschien ihr erster Lyrikband Pangað vil ég fljúga (Dorthin will ich fliegen). Seit 1992 ist sie Mitglied der isländischen Schriftstellervereinigung. Mit ihrem Gedichtband Hvar sem ég verð (Wherever I Will Be) gewann sie 2002 den Isländischen Literaturpreis.

Ausländer zu sein


Ausländer zu sein
heißt zu hüten in verschlossener Lade
eine Sommernacht in einer Stadt still und hell

Bin ich allein
öffne ich die Lade
und lausche dem Hallen der eigenen
Schritte in schlafenden Häusern.

 

Að vera útlendigngur

Að vera útlendigngur
er aðgeyma í lokaðri hirslu
sumarnótt í kyrrum björtum bæ

pegar ég er ein
opna ég hirsluna
og hlusta á skóhljóð sjálfrar mín
bergmála í sofandi húsunum.

Text Ende

Leider liegen die Texte nicht in allen Sprachen vor.

 

Aus: Laschen, Gregor; Schiffer Wolfgang (Hg.): Ich hörte die Farbe blau. Poesie aus Island. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW 1992 (Poesie der Nachbarn, Band 4). S. 142, 143.

Übersetzerin: Barbara Köhler  
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