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„Epoema – Das europäische Gedicht" ist eine Initiative für das europäische Gedicht und ein Beitrag zu einer gemeinsamen, solidarischen und friedvollen Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft und „alten“ und „neuen“ Mitgliedstaaten und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

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04. Juli 2005 – Das europaische Gedicht

Srecko Kosovel

Bild: Drei Menschen im Gespräch

Srecko Kosovel wurde 1904 geboren. Er gilt als bedeutender Vertreter der slowenischen Avantgarde. Kosovel starb im Alter von 22 an Meningitis.

All diese Worte

All diese Worte, sie müßten sein
duftend wie Föhrenwaldmeer,
Morgensterne, erlöschend im
Frührot überm Gebirge her ...

Mitternacht noch, Mitternacht noch,
ich muß sie entzünden,
daß wir im grauen Karsteshaus
Bleiben noch finden.

In Dunkels Mantel spreche ich sie
hinein in die Bora, die gegen Bäume
und Fenster schlägt; die Mutter
erwacht und horcht - und sinkt in Träume ...

Ich jedoch bin wild so wie die Bora -
weg, ganz weg ist aller Schlaf von mir.
Stille quer ich Karsteswege.
Nacht erstrahlt mir hier.

 

Vse te besede

Vse te besede

Vse te besede bi morale biti
dehtece kot borova mórja,
jutranje zvezde, ki ugašajo
ob zarji iznad pogorja ...

Pa je polnoc še, pa je polnoc še
in jih moram prižgati,
da v tej sivi kraški hiši
nam je še ostati.

V temen plašc zavit jih v burjo
govorim, ko se zaganja
v okna; pa se mati vzdrami
in pomisli in zasanja ...

Jaz pa divji sem kot burja -
proc, o proc je moje spanje.
Tiho stopam preko póti kraških.
Noc mi sije nanje.

Text Ende

Leider liegen die Texte nicht in allen Sprachen vor.

 

 

Aus: http://kosovel.edvart.com am 23. 6. 2006.
Eine Internetdarstellung über den Autor übersetzt von Jozej Strutz finden Sie hier

Übersetzer: Jozej Strutz  
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