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20. Dezember 2004 – Das europäische Gedicht

Friedrich Wilhelm Weber

Porträt: Friedrich Wilhelm Weber

Friedrich Wilhelm Weber (1813–1894) lebte in Westfalen. Er war Arzt, Politiker und Dichter und starb 1894.

In der Winternacht

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
Weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
Erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
Spürst du, was Gutes der Winter tat.
Und deucht die Welt dir öd und leer,
Und sind die Tage dir rauh und schwer:
Sei still und habe des Wandels acht:
Es wächst viel Brot in der Winternacht.

Text Ende

Leider liegen die Texte nicht in allen Sprachen vor.

 

 

 

Aus: Weber, Friedrich Wilhelm: Gedichte. Eine Auswahl, mit Einleitung und Erläuterungen, herausgegeben von Wilhelm Limper, Münster: Regensbergsche Verlagsbuchhandlung, 1943, S. 34.

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